Fußball-Europameisterin

Jennifer Cramer fährt Käfer und findet ihn süß

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Ein Fußballstar vor einem Autoklassiker: Fußballerin Jennifer Cramer findet die Aktion der Lebenshilfe gut und hat spontan mitgemacht. „Dann hoffe ich mal, dass der Gewinner viel Spaß hat“, sagt sie nach einer Probefahrt mit dem Käfer von Birkenbringhausen nach Frankenberg.

Waldeck-Frankenberg. Seit diesem Sommer ist sie fast ebenso bekannt wie das Automodell, das Jennifer Cramer für die Aktion der Lebenshilfe auf einer Spritztour ausfährt.

Die Fußball-Europameisterin nimmt erst einmal vorsichtig auf dem Fahrersitz des hellblauen Käfers Platz. Den verlost die Lebenshilfe Waldeck-Frankenberg, der Erlös kommt der Organisation zu.

„Das ist ja echt süß hier drin. Vor allem die Scheibenwischer. Wie schnell kann man damit fahren?“, fragt die zurückhaltende Sportlerin, die sich mit Jenni vorstellt.

„Mal gucken, ob ich das hinkriege“, meint sie etwas skeptisch. Nach einer kurzen Einweisung aber fährt sie los, als ob sie nie etwas anderes gemacht hätte, lenkt den Käfer nur mit der linken Hand und schlägt den Weg nach Frankenberg ein, wo sie 1993 geboren wurde. Der Käfer ist mit Baujahr 1976 um einiges älter.

„Das ist ja fast wie Bulldog fahren“, sagt die junge Frau, die sich offenbar damit auskennt. Sie ist in Birkenbringhausen aufgewachsen und verbringt ihren Urlaub nach der Europameisterschaft bei ihren Eltern. Am Montag geht das Training beim 1. FFC Turbine Potsdam wieder los.

„Die anderen trainieren schon seit Juli, die EM-Teilnehmerinnen fangen jetzt wieder an.“ Ziel der Saison, die am 8. September beginnt, sei, bei der Champions League ganz vorne mitzuspielen.

„Man gewöhnt sich echt schnell daran“, sagt Jennifer Cramer bei der Fahrt mit dem blauen Käfer. Privat fährt sie einen Chevrolet Cruze.

Sie fahre gern Auto, oft komme sie allerdings nicht dazu, erzählt die Fußballerin.

„Zu den Spielen fahren wir natürlich im Bus.“ Die lange Strecke von Potsdam nach Hause finde sie eher anstrengend, deshalb nehme sie auch mal den Zug.

„Ich bin gern zu Hause“, sagt Jennifer Cramer. Viele ihrer Freunde seien noch hier. Wegen der Spiele schaffe sie es aber nicht oft in die Heimat.

 

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Quelle: HNA

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