Große Nachfrage nach Last-Minute-Reisen in den Süden

Wer jetzt noch in die Sonne will, muss mehr bezahlen

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Frankenberger Land - Wer den Regen satt hat und noch spontan in die Sonne fliegen will, muss sich sputen - und tiefer in die Tasche greifen als es bei Last-Minute-Angeboten sonst der Fall ist.

Nach Wochen mit wolkenverhangenem Himmel, Regen, Gewittern, und Temperaturen, die dem April alle Ehre machen würden, haben es viele satt: Sie wollen in die Sonne, ins Warme, ans Meer. Doch wer spontan sein wollte und auf eine Last-Minute-Reise, also einen ganz kurzfristig gebuchten Urlaub gesetzt hat, zahlt dafür nun buchstäblich die Zeche.

Denn das schlechte Wetter kommt den Reiseveranstaltern zugute. Die Nachfrage ist groß, die Hotels im warmen Süden sind schon recht voll. „Das Schönste für Ende Juli ist schon weg“, sagt Jacqueline Zissel vom Reisebüro „Travel Star“ in Battenfeld. Zwar fänden sich noch einige Ziele, etwa in der Türkei oder auf Mallorca. „Aber wer jetzt noch weg will, sollte nicht mehr lange überlegen“. Beliebt sei diesen Sommer vor allem der spanische Raum, und auch Griechenland werde wieder mehr gebucht.

Ein spontaner Urlaub am Meer sei nicht mehr zu einem Schnnäppchenpreis zu haben, wie man ihn sich unter dem Begriff „Last Minute“ vorstelle, sagt sie. Die Preise seien derzeit vergleichbar mit denen, die sonst Frühbucher zahlen.

Das bestätigt Michael Heydasch, Inhaber des Reise-Centers in Frankenberg: „Wer im November schon gebucht hat, ist günstiger weggekommen“, sagt er. Schnäppchen seien am ehesten sechs bis acht Wochen vor den Sommerferien möglich gewesen. Selbst Anbieter, die eigentlich bekannt für gute Last-Minute-Preise bekannt seien, hätten in diesem Jahr nur wenige günstige Angebote.

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