Kurioses Finale

Jubel in Allendorf: Timo Maurer neuer Kreisschützenkönig

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Schützenfamilie: (von links) Kreisschützenmeister Martin Althaus, 2. Ritter Andreas Pauli, Kreisschützenkönig Timo Maurer, 1. Ritter Sandra Schienbein und 3. Ritter Burkhard Ringler.

Allendorf-Eder. Riesenjubel beim Kreiskönigsschießen am Samstag im Allendorfer Haftal: Um 17.08 holte Timo Maurer den Titel.

Unter dem riesigen Beifall der Zuschauer holte er den hölzernen Vogel von der Stange. Maurer tritt die Nachfolge des noch amtierenden Kreisschützenkönigs Werner Groß (Geismar) an.

Maurer ist der Vorsitzende des Schützenvereins Allendorf-Eder, auch den Namen seiner Königin verriet er bereits: An seiner Seite wird künftig Beate Costenaro aus Allendorf-Eder die Schützen im Schützenkreis Frankenberg regieren, sie erfuhr am Samstagabend in Berlin per Telefon von ihrer würdevollen Aufgabe. Die Inthronisierung findet am 24. Oktober beim Kreisschützenball in Reddighausen statt, Ausrichter ist der Schützenverein Roda.

„Dem König sei ein Trulala“, sangen die Schützen nach dem „goldenen Schuss“ - und auf den neuen König Timo Maurer prasselten Gratulationen und Umarmungen ein. Das Finale des Kreiskönigsschießens verlief allerdings kurios: Elf Schützen kämpften noch um die Königswürde, als Timo Maurer um kurz nach 17 Uhr den 98. Schuss auf den von Werner Groß gestifteten Königsvogel abgab. Nach Maurers Schuss stand der Vogel noch stabil auf seiner Stange - und Maurer ging bereits enttäuscht aus dem Schießstand. Der nächste Schütze wollte schon anlegen, als der Adler das Königsschießen vollkommen überraschend selbst entschied: Noch vor dem nächsten Schuss ließ sich der Vogel urplötzlich vornüber von der Stange fallen - Timo Maurer konnte sein Glück kaum fassen. Der kommissarische Kreisschützenmeister Martin Althaus (Bottendorf) überreichte Maurer sogar die Kugel, mit der er den Vogel von der Stange geschossen hatte - ein Erinnerungsstück für die Ewigkeit.

Nach dem Ehrenschuss von Werner Groß waren zunächst 62 Schützen ins Rennen gegangen. Nach dem 77. Schuss wurde Sandra Schienbein (Bromskirchen) 1. Kreisritter, sie schoss die Krone ab. Mit dem 68. Schuss schoss Andreas Pauli (Rennertehausen) den Apfel ab und wurde 2. Ritter. Beide hatten es auch im Vorjahr schon zu Ritterehren gebracht. Das Zepter und der Titel „3. Kreisritter“ ging an Burkhard Ringler (Bromskirchen). 28 Schützen wollten anschließend Kreiskönig werden - darunter auch zwei Frauen: Petra Henkel (Allendorf-Eder) und Michaela Althaus-Richter (Bottendorf). Elf Schützen waren dann beim Schlussakkord noch dabei. Für die ordnungsgemäße Abwicklung sorgte Christian Rink (Roda). (mjx)

Quelle: HNA

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