50 Jahre Forst-Gottesdienst an Christi Himmelfahrt in Bottendorf

Zum Jubiläum geht es in die Kirche

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Die Sänger und Sängerinnen der Kirchenchöre aus Bottendorf, Rosenthal und Willersdorf umrahmten den Jubiläums-Gottesdienst mit gemeinsamen Auftritten. Die Veranstaltung fand wegen des schlechten Wetters nicht im Wald statt.Fotos: Treude

Burgwald-Bottendorf - Es hat zum runden Geburtstag nicht sollen sein: Der 50. Forst-Gottesdienst der Kirchengemeinden Rosenthal, Bottendorf und Willersdorf fand wetterbedingt in der Kirche statt. Das trübte die Laune der Teilnehmer aber nicht.

„Gott hat es so gewollt.“ Der Bottendorfer Pfarrer bezog sich mit seinen Worten in der Martinskirche auf das schlechte Wetter, zitierte damit aber auch den verstorbenen Pfarrer Dr. Gustav Hammann. Der beschrieb mit eben diesen Worten einst den Einsturz der Willersdorfer Kirche. Und jener Hammann war es auch, der vor 50 Jahren den Forst-Gottesdienst an Christi Himmelfahrt ins Leben gerufen hat.

Gestern waren viele der Einladung der Kirchengemeinden aus Rosenthal, Bottendorf und Willersdorf gefolgt - anders als eigentlich geplant fand der Jubiläums-Gottesdienst aber unter dem schützenden Dach der Kirche statt. Es war nicht das erste Mal, dass das Wetter der Veranstaltung einen Strich durch die Rechnung machte.

Der Bottendorfer Karl Schneider, aktiv im Posaunenchor und Gesangverein, war bei der Premiere vor 50 Jahren in den Jägerwiesen mit dabei: „Pfarrer Hammann hatte die Idee dazu. Dann musste ein passender Platz gesucht werden. Die Veranstaltung wurde bekanntgegeben, und dann kamen die Leute.“ So einfach ging das vor einem halben Jahrhundert. Mit Sitzgelegenheit im Gepäck war der Wald-Gottesdienst fortan Ziel zahlreicher Wanderer und Radfahrer. „Der Gottesdienst war immer gut besucht, die Leute kamen, um sich zu treffen“, beschreibt Schneider die besondere und gesellige Atmosphäre. Die Veranstaltung erinnert jedes Jahr aber auch an die namensgebende ehemalige Siedlung Forst, die die Bewohner wohl nach einem Brand um 1350 und 1400 aufgegeben haben.

Rosenthals Pfarrer Klaus-Dieter Geisel erinnerte die Gottesdienstbesucher an die Bedeutung von Christi Himmelfahrt. Dazu nutzte er die Liedzeile „Jesus Christus herrscht als König, alles wird ihm untertänig.“ Es gehe dabei nicht um irdische Könige. Durch Jesus könne der Glauben gelebt werden, Egoisten hingegen würden die Gemeinschaft töten.

Den Gottesdienst gestalteten die Posaunen- und Kirchenchöre aus Bottendorf, Rosenthal und Willersdorf mit. Und seit 50 Jahren ist - wenn es denn nach draußen geht - auch die transportable Kanzel mit dabei. Nach dem Gottesdienst ging es für so manchen Besucher nach nebenan zum Früh- und Dämmerschoppen des Bottendorfer Männergesangvereins. (tt)

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