Industrie seit 108 Jahren in der Hansestadt

Jubiläum in Korbach: Conti presst zehnmillionsten Reifen

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Gespannt schauen die Kollegen zu: Eric Laenen holt den zehnmillionsten Industriereifen aus der Heizpresse.

Korbach. Zehn Millionen Industriereifen in 50 Jahren Produktionsgeschichte: Am Korbacher Conti-Standort haben Management und Mitarbeiter am Dienstag zwischen Heizpressen gefeiert.

Kurz nach 12 Uhr: Eric Laenen öffnet den Deckel der blauen Heizpresse. Zum Vorschein kommt ein Vollgummireifen - nicht irgendeiner, sondern der Zehnmillionste aus Korbacher Produktion.

Nicht erst seit einem halben Jahrhundert, bereits seit 108 Jahren werden Industriereifen am Standort Korbach produziert. Zur damaligen Zeit waren Vollgummireifen auch noch für Lkw üblich, heute fahren auf den Reifen, die einzeln bis zu 350 Kilogramm wiegen, vor allem Gabelstapler, Teleskoplader oder andere Industriefahrzeuge in Fabriken, Häfen oder Flughäfen.

„Wir sind stolz darauf, dass die Industriereifenproduktion in Korbach eine so lange Tradition hat und wir heute Premium-Produkte für eine Vielzahl von industriellen Anwendungen fertigen können“, sagte Produktionsleiter Dr. Helge Winkler. Das Werk in Korbach ist der einzige Standort in Deutschland, an dem Vollgummireifen hergestellt werden. 1966, im ersten vollen Produktionsjahr, verließen etwa 4000 Stück die Heizpressen. Heute wird diese Marke innerhalb von zweieinhalb Tagen erreicht, so Winkler.

Der Jubiläumsreifen gehört zur SuperElastic-Serie, „eine von vielen unserer Spezialitäten“, wie Werksleiter Lothar Salokat ausführte. Sie zeichnen sich nach Unternehmensangaben durch ihre außerordentlich zähe und verschleißfeste Lauffläche aus, die für eine lange Lebensdauer sorge. Entsprechend sorgfältig müssen die einzelnen Produktionsschritte erfolgen. So beträgt die Heizdauer ein Vielfaches jener von Pkw-Reifen, denn auch die Gummimischung im lnneren muss vollständig vulkanisieren.

In der Korbacher Industriereifenproduktion sind zirka 130 Mitarbeiter beschäftigt. Ihnen galt gestern der besondere Dank von Produktionsleiter Winkler. (tk)

Quelle: HNA

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