50 Jahre Hauberner Kirche

Jubiläum setzt ein Dorf in Bewegung

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Das Krippenspiel mit Hauberner Akteuren in der Kulturscheune war einer der Höhepunkte beim Kirchenjubiläum.

Frankenberg-Haubern - An drei Orten feierten die Hauberner am Sonntag das 50-jährige Bestehen der Kirche mit einem Festgottesdienst, Krippenspiel und Chorgesang. Der Kirchenchor war zum letzten Mal zu hören und löst sich nun auf.

Die Kirche steht buchstäblich mitten im Dorf: Nachdem vor 50 Jahren die alte Kirche im Ortskern einem Neubau am Rand weichen musste, bildete sie wieder den Mittelpunkt des geistlichen Lebens. Zahlreiche Hauberner und Ehrengäste kamen am Sonntag zum Jubiläumsfest - genau 50Jahre nach der Einweihung.

„Kirche ist weit mehr als ein Gebäude, die Mitglieder sind die lebendigen Steine der Kirche“, sagte Dekanin Petra Hegmann in ihrer Festpredigt. Sie lobte die hohe Spendenbereitschaft der Hauberner vom Neubau im Jahr 1964 bis heute.

Seit mehreren Monaten gibt es in Haubern kein Glockengeläut, da der 50 Jahre alte Betonturm mit Holzaufbau nicht mehr sicher ist. Am Sonntag hatten die Hauberner die historische Glocke aus der ehemaligen Espenkirche in einen Glockenstuhl gehängt und läuteten mit Muskelkraft. Der Erlös aus der Kollekte und dem Verkauf am Jubiläumstag war für die Turmsanierung bestimmt. Dekanin Hegmann zeigte sich optimistisch, dass die Sanierung des Glockenturms trotz finanzieller Engpässe der Landeskirche geschafft werde.

Im Anschluss an den Gottesdienst erfreuten 24 Mädchen und Jungen aus Haubern, Geismar, Dörnholzhausen und Friedrichshausen Eltern, Großeltern und Gäste mit ihren Adventsliedern. Sie hatten mit Irene Tripp zwei Monate lang geübt. Mit viel Bewegung trugen sie unter anderem den spanischen Titel „Feliz Navidad“ vor. Mit dem Singspiel „Die vier Kerzen“ gingen sie auf den Wertverlust in der Gesellschaft ein. Benedikt Kantert begleitete am Klavier.

„Das Wunder von Bethlehem im Internet“ hieß der Titel des Krippenspiels, das Hauberner Laienspieler in der Kulturscheune aufführten. „Oma“ Monika Mütze und „Enkelin“ Nicole Arbter erlebten die Weihnachtsgeschichte unter www.bethlehem.com mit Katharina Wagner und Holger Pärnt als Maria und Josef. Die weiteren Mitspieler waren Viktoria Pärnt, Erika Scheffel und Monika Naumann, Guido Berghöfer, Jürgen Naumann und Heidi Bothe sowie Alfred Tripp.

(Von Frank Seumer)

Mehr zum Kirchenjubiläum und den Feierlichkeiten lesen Sie in der gedruckten FZ am Dienstag, 2. Dezember.

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