Jüdisches Leben in der Stadt: Geschichtsverein stellt Werk von Dr. Horst Hecker vor

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Vertrieben, ermordet, aber unvergessen: Bis kurz vor Abschluss seiner Arbeit an der Geschichte der einstigen jüdischen Gemeinde Frankenberg erreichten Dr. Horst Hecker im Stadtarchiv noch letzte Fotodokumente, hier von der jüdischen Familie Moritz Blum am Obermarkt.

Frankenberg.  Der Frankenberger Geschichtsverein legt in dieser Woche das von Stadtarchivar Dr. Horst Hecker verfasste Werk „Jüdisches Leben in Frankenberg“ vor.

Das Buch beschäftigt sich mehr als 65 Jahre nach Ende des „Dritten Reichs“ und fast sieben Jahrzehnte nach der Deportation der letzten jüdischen Bürger in die NS-Konzentrations- und Vernichtungslager mit der jüdischen Gemeinde Frankenbergs.

Das fast 600-seitige Buch mit vielen historischen Fakten, Dokumenten, Familiengeschichten und Bildern soll am Freitag, 30. September, ab 19.30 Uhr in festlichem Rahmen öffentlich im Jugend- und Gemeindzentrum der evangelischen Gemeinschaften Frankenbergs in der Ruhrstraße 23 vorgestellt werden.

Viele Jahre hat der aus Haubern stammende Historiker bereits Material gesammelt, um eine Geschichte der einstigen jüdischen Gemeinde in Frankenberg zu erarbeiten. Den letzten Anstoß dazu gab aber ab Herbst 2006 das Projekt der Frankenberger Initiativgruppe „Stolpersteine“, bei dem der Kölner Künstler Gunter Demnig für 38 ermordete Bürger der Stadt erstmals ein namentliches Gedenken mit kleinen Messingplatten vor ihren früheren Wohnhäusern erreichte.

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Quelle: HNA

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