Betrunkener 16-Jähriger wollte Strecke abkürzen und Fischteich durchschwimmen

Jugendlicher vor Ertrinken gerettet

Burgwald-Bottendorf - Ein Jugendlicher hätte eine Wanderung am 1. Mai fast mit dem Leben bezahlt: Dem beherzten Eingreifen von zwei jungen Männern ist es zu verdanken, dass der 16-jährige Burgwalder nicht ertrunken ist.

Der Junge war mit einer Wandergruppe nahe Bottendorf unterwegs und zurückgefallen. An einem Fischteich am Ortsrand wollte er offenbar die Strecke abkürzen und durch einen Fischteich waten, um wieder zu seiner Gruppe aufzuschließen.

Doch der war tiefer als gedacht. Er musste schwimmen, an einer tiefen Stelle verließen ihn die Kräfte. „Der junge Mann drohte zu ertrinken“, berichtete Polizeisprecher Volker König der Frankenberger Zeitung.

Ein 18-Jähriger aus Frankenau und ein 21-Jähriger aus Burgwald, die mit einer anderen Gruppe unterwegs waren, erkannten die Notlage. „Sie sprangen in den Fischteich, um den Burgwalder zu retten“, erläuterte König.

An Land gebracht

Mit Hilfe eines Surfbrettes, das sie auf einem angrenzenden Grundstück fanden, gelang es ihnen, den 16-Jährigen an Land zu bringen. „Die beiden Lebensretter leisteten bis zum Eintreffen der Rettungskräfte vorbildliche Erste Hilfe“, berichtete der Polizeisprecher. Der junge Burgwalder wurde in ein Krankenhaus gebracht. Sein Zustand sei stabil, Lebensgefahr bestehe nicht, hieß es. Im Einsatz waren Rettungsdienst und Polizei.

Weitere besondere Vorkommnisse verzeichnete die Polizei in Frankenberg nicht. In Dodenau, wo es im vergangenen Jahr zu Alkoholexzessen von Jugendlichen gekommen war, sei es ruhig geblieben. Einzig die Müllhalden entlang der Wanderstrecken hätten dieses Bild getrübt, sagte König.(r/da)

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