Unser Dorf hat Zukunft

Jung und Alt packen in Geismar gemeinsam an

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Zur Begrüßung eine erfrischende Holunder-Limonade: Die Geismarer hatten sich auf das warme Wetter vorbereitet.

Frankenberg-Geismar - Perfekt vorbereitet auf das sommerliche Wetter waren die Geismarer beim Empfang der Bewertungskommission von "Unser Dorf hat Zukunft".

Zunächst sangen die Kinder der Chor-AG der Grundschule „Like Ice in the Sunshine“, dann servierten sie den Gästen kalte Getränke und kurz darauf stand eine erfrischende Fahrt auf einem Anhänger durch das Dorf an.

Im Kindergarten empfingen die Kinder in Trachten gekleidet die Jury-Mitglieder mit Eiskaffee und Holunder-Limonade, bei Kaffee und Kuchen warteten auch die Senioren des Dorfes. Denn, das sollte bei der Präsentation deutlich werden, Jung und Alt gehören in Schreufa zusammen.

„Wir wollen zeigen, wie wir sind: offen“, sagte Ortsvorsteher Klaus-Peter Stein zu Beginn. Er freute sich, nach 1999 erneut an dem Wettbewerb teilnehmen zu können. Dieser solle genutzt werden, um auch auf Schwachpunkte aufmerksam gemacht zu werden. Doch zunächst einmal stellten die Geismarer ihre Stärken unter Beweis. So zum Beispiel die enge Zusammenarbeit zwischen Kindergarten und Grundschule: Unter anderem lesen dort schon mal Viertklässler Kindergartenkindern vor.

In unmittelbarer Umgebung zur Schule spielt sich ein Großteil des gesellschaftlichen Lebens in Geismar ab - ob in der Kneipe im Dorfgemeinschaftshaus, auf dem Sportplatz oder im Schützenheim. Dabei verwies Bernd Seibert darauf, dass viele Projekte in Eigenregie verwirklicht wurden. Dies soll im Zuge der Dorferneuerung auch weiterhin der Fall sein, dann soll unter anderem der Bereich von Raiffeisen bis Dorfgemeinschaftshaus eine Aufwertung erfahren.

Anschließend wurden die Jury-Mitglieder mit auf eine besondere Entdeckungstour genommen. Auf Schlepper und Anhänger ging es durch das Dorf. Stefan Scholl berichtete von den landwirtschaftlichen Betrieben. Zudem ging er auf den Leerstand ein - und dieser ist, ähnlich wie in Schreufa (siehe Text oben), kaum vorhanden. Zwei leerstehende Häuser gebe es. Trotz dieses positiven Faktes werde sich seit etwa fünf Jahren intensiv mit dem Thema demographischer Wandel beschäftigt. Vom Stammtisch „Hawks“, den Jugendliche 1989 gegründet hatten und his heute fortführen, ging es über das Heimatmuseum zum geplanten Dorfmittelpunkt. Dieser soll im Zuge der Dorferneuerung im Bereich von Kirche und Museum entstehen. Sigrid Göbel von der Bewertungskommission war bereits vom Empfang begeistert. Ob der Jury auch die weitere Präsentation gefallen hat, das wird am 30. Juli bekanntgegeben. (tt)

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