Hochzeitsbäume im Burgwald

Junge Bäume als Symbol für den Bund des Lebens

Ehepaare bei Baumübergabe

Burgwald - Mittlerweile ist es ein guter Brauch im Burgwald: Im 19. Jahr hat die Gemeinde jungen Ehepaaren Hochzeitsbäume überreicht.

Es war eine kleine, aber herzliche Zeremonie: Paare, die seit 2012 in Burgwald geheiratet haben, trafen sich am Freitag hinter dem Bauhof der Gemeinde. Einige hatten Kinder im Wagen dabei. Neun Paare waren es, denen Bürgermeister Lothar Koch am Freitag Hochzeitsbäume überreicht hat. Welche Art von Baum die Ehepartner wollten, durften sie im Vorfeld entscheiden.

Von den 21 Paaren die seit der vorangegenagnen Übergabe geheiratet hatten, warn sehr zum bedauern des Rathauschefs weniger als die Hälfte anwesend. „Es ist Schade, dass das Interesse an der offiziellen Übergabe der Bäume gesunken ist. Wir sind am Überlegen, ob wir nicht lieber Gutscheine für einen Baum verteilen sollten, anstatt den Baum selbst“, sagt Bürgermeister Lothar Koch enttäuscht.

Die Tradition, einen Baum zur Hochzeit zu bekommen, stammt aus Bayern. Dort wird vor dem Haus eines jungen Ehepaares ein Baum aufgestellt. Wenn sich innerhalb eines Jahres die Familie nicht vergrößert, müssen den Aufstellern Bier und Brotzeit spendiert werden. Entstanden ist der Brauch im dreißigjährigen Krieg. Um die Kriegswunden zu heilen, musste der Bräutigam Eichen in der Gemeinde pflanzen.

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