Jungen zünden Baum mit Hornissennest an

Gemünden. Zwei 14 Jahre alte Schüler haben einen Baum angesteckt, in dem ein Hornissenschwarm nistete. Die Polizei fasste die Jugendlichen, die ein Feuerzeug und ein Deospray zu einer Art Flammenwerfer machten.

Der Hintergrund der sinnlosen Tat ist unklar. Einer der 14-Jährigen scheuchte die Hornissen nach Angaben der Frankenberger Polizei mit einem Stock auf, der andere zündete das ausströmende Deospray an und verbrannte mit der Flamme zahlreiche umherschwirrende Tiere. Dabei geriet auch der Baum, eine Weide, in Brand.

Als die gegen 15.30 Uhr alarmierte Gemündener Feuerwehr an der Brandstelle am Erlebnispfad „Am Kälberborn“ eintraf, „schlugen die Flammen aus dem hohlen Baum heraus“, sagte Wehrführer Thomas Weber. Einer der zwölf ausgerückten Kameraden habe einen Imkeranzug getragen und den Brand mit dem Löschmittel F500 gelöscht. „Die Hornissen griffen uns trotz des Feuers nicht an“, sagte Weber über die Reaktion der friedlichen Insekten.

Die Wehr löschte den Baum ab und kontrollierte über einen längeren Zeitraum den Stamm auf mögliche Glutnester. „Wir wollten auf jeden Fall, dass die Weide als Nistmöglichkeit für die Hornissen erhalten bleibt“, erklärte der Wehrführer das Vorgehen. Nach etwa anderthalb Stunden beendete die Wehr den Einsatz, der unter Leitung von Stadtbrandinspektor Wilfried Golde gestanden hatte.

Die beiden Jugendlichen aus Haina-Kloster müssen nun mit einer Anzeige wegen Sachbeschädigung rechnen. Für die Gemündener Brandschützer war der Einsatz am Nachmittag nicht der erste am Mittwoch: Bereits gegen 12.15 Uhr war die Wehr alarmiert worden, um den Rettungsdienst als Tragehilfe zu unterstützen. Sechs Kameraden rückten aus, um einen besonders schweren Patienten zum Rettungswagen zu tragen. Einsatzleiter war ebenfalls Stadtbrandinspektor Golde. (nh/jun)

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Quelle: HNA

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