Junger Chor „Da Capo“ führte Johannes-Passion von Schütz auf

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Gesangliche Glanzleistung: Ganz ohne stützenden Generalbass oder Instrumentenbegleitung ließen in der Liebfrauenkirche die Solisten Mathis Koch als Jesus (links) und Michael Peiler als Pilatus (rechts) gemeinsam mit Irene Tripp, Anne Moniac, Johanna Tripp, Emanuel Kunick und Marius Schmidt vom Ensemble „Da Capo“ die Johannes-Passion erklingen. In der Rolle des Evangelisten (kleines Bild): Der Tenor Jan Croonenbroek entwickelte eine spannungsvolle Klangrede. 

Frankenberg. Mit großer Konzentration und spürbarer Ergriffenheit lauschten in der Frankenberger Liebfrauenkirche mehr als 400 Besucher der „Historia des Leidens und Sterbens unsers Herrn und Heylandes Jesu Christi nach dem Evangelisten St. Johannes“, einem Spätwerk des Kirchenmusikers Heinrich Schütz (1585-1672).

Das junge Frankenberger Gesangsensemble „Da Capo“ und drei Solisten unter der Leitung von Johanna Tripp vermittelten die darin verdichtete und unheilvolle Atmosphäre des Martyriums mit affektvoller Eindringlichkeit, zugleich kontemplativer Kraft und stimmlicher Schönheit.

Normalerweise hätte am Karfreitag im Gottesdienst das gelesene Johannesevangelium seinen liturgischen Platz. Pfarrer Christoph Holland-Letz, der die unerwartet große Gemeinde in der Liebfrauenkirche begrüßte, stimmte sie ein auf eine veränderte Perspektive: Heinrich Schütz ließ diesen Evangelientext 1666 in seiner Johannes-Passion durch gesungene Stimmen übernehmen.

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Von Karl-Hermann Völker

Quelle: HNA

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