Jusos klären über rechtsextreme Gruppen im Kreis auf

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Gemeinsam gegen Rechts: Katharina Kappelhoff (Vorsitzende der Jusos Waldeck-Frankenberg) und Soziologe Helge von Horn vor dem Plakat der Ausstellung aus dem Schwalm-Eder-Kreis, die noch am Mittwoch im Historischen Rathaus zu sehen ist.

Frankenberg. „Wir haben in Frankenberg ein Problem mit Rechtsextremismus. Daran müssen wir überparteilich arbeiten“, sagte Bürgermeister Rüdiger Heß zur Eröffnung eines Informationsabends der Frankenberger Jusos zum Thema Rechtsextremismus im Landkreis im Historischen Rathaus.

Auf der Landkarte des Rechtsextremismus ist der Landkreis Waldeck-Frankenberg schon lange kein weißer Fleck mehr. Welche Gruppierungen hier aktiv sind und welche Strategien es für den Umgang mit rassistischem Gedankengut gibt, darüber informierte der Soziologe Helge von Horn die rund 40 Zuhörer.

Eine Gruppierung, die sich selbst als „Nationale Sozialisten Waldeck-Frankenberg“ bezeichnet, sei in jüngster Vergangenheit durch Internetauftritt und Nacht-und-Nebel-Aktionen aufgefallen, sagte von Horn.

Diese Aktionen, bei denen etwa Transparente auf dem Dach einer Spielothek in Frankenberg oder auf der Staumauer der Edertalsperre gespannt worden seien, müsse man als dilettantisch und in keinster Weise öffentlichkeitswirksam bezeichnen.

„Aber Dilettantismus bekommt man irgendwann in den Griff“, gab von Horn zu bedenken. Die „Nationalen Sozialisten“, deren Mitgliederzahl er auf etwa zehn Personen schätzt, haben laut von Horn inzwischen Kontakt zur Gruppe „Autonome Nationalisten Wetzlar“ aufgebaut.

„Diese Gruppierung gibt es schon länger. Sie sind vor allem für Gewaltbereitschaft bekannt.“ Es sei gut möglich, dass die Wetzlarer Gruppe eine Art Mentorenfunktion für die Rechten aus Waldeck-Frankenberg übernehme.

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Quelle: HNA

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