Rosenthaler Parlament forciert Breitbandversorgung für Willershausen und Roda

Kabel für zwei Dörfer

Internetanschluss: Den soll es nach den Vorstellungen des Parlaments bald auch für Willershausen und Roda geben. Foto:  nh

Rosenthal. Die Rosenthaler Stadtverordneten haben in ihrer Sitzung am Dienstag beschlossen, den Aufbau einer kabelgebundenen Breitbandversorgung für die beiden Stadtteile Willershausen und Roda zu unterstützen. In diesen beiden Dörfern könnten insgesamt 205 Haushaltungen die Breitbandversorgung nutzen – und damit das Internet: 180 im Stadtteil Roda, 25 in Willershausen. „In Rosenthal gibt es bereits eine Breitbandversorgung“, erläuterte Rosenthals Bürgermeister Hans Waßmuth.

Der Wermutstropfen im Freudenbecher: Die betroffenen Einwohner sollen sich an den Unkosten der Stadt beteiligen – die belaufen sich immerhin auf 60 000 Euro: „Wenn sich in diesen beiden Dörfern 100 Haushaltungen finanziell beteiligen, wird die Stadt die Maßnahmen umsetzen“, sagte Waßmuth.

Die parlamentarischen Ausschüsse hatten dem Parlament schon vorab empfohlen, die kabelgebundene Lösung zu favorisieren. Auch der Landkreis hatte angeraten, diese Variante zu wählen.

Ein genauer Betrag für die Eigenbeteiligung der betroffenen Bürger wurde von der Versammlung noch nicht festgesetzt. In Sachen Breitbandversorgung im ländlichen Raum soll erst noch ein Förderantrag an das Land Hessen gestellt werden. Der muss bis Ende September eingereicht werden. Die Zeit bis zum Bewilligungsbescheid soll jetzt genutzt werden, die Bürger in Versammlungen zu informieren.

Beispielsweise darüber, dass eine alternative Funkversorgung für die Nutzer die teurere Möglichkeit sei – unter anderem durch höhere Einrichtungskosten und auch durch höhere Nutzungsgebühren. „Die vom Landkreis vorgenommene Wirtschaftlichkeitsberechnung ist nachvollziehbar“, merkte Bürgermeister Waßmuth an.

Den Einmalbetrag der Stadt für die kabelgebundene Breitbandversorgung bezifferte Waßmuth auf 60 000 Euro, bei einer Funklösung auf 26 000 Euro. „Deshalb sollen sich die Bürger an den Kosten der Kabellösung beteiligen“, erläuterte Waßmuth. Die Beteiligung werde sich für die Nutzer schon innerhalb von sechs Monaten amortisieren.

„Danach ist die Kabellösung die billigere Lösung“, sagte Waßmuth. Dabei machte er darauf aufmerksam, dass die Stadt Rosenthal mit der Breitbandkabelversorgung eine „freiwillige Leistung“ erbringe. Es sei aber Ziel der Verwaltung, den „Grundbedarf für den Standort“ aufrecht zu erhalten. (mjx)

Quelle: HNA

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