Projekt von Edertalschülern

Kaffee aus dem Internet in die Tasse

Im Rahmen der Unternehmens-Simulation erarbeiteten Schüler der Edertalschule Produkte für ihre fiktiven Unternehmen und stellten diese auf einer simulierten Aktionärsversammlung vor.Foto: pr

Frankenberg - Was für eine Vorstellung: Eine Maschine setzt Rezepte für Kaffeespezialitäten selbstständig um und bereitet sie zu. Wie sich mit einer solche Idee Geld verdienen ließe und wie die Werbung dafür aussähe, haben Schüler der Edertalschule in einer Unternehmens-Simulation erarbeitet.

„Unsere Produkt-Idee von einer benutzerfreundlichen und vor allem bezahlbaren, intelligenten Kaffeemaschine kam bei den Konsumenten mehr als gut an. Das System einer fernsteuerbaren Kaffeemaschine, die sich auf die wichtigen Dinge konzentriert, hat uns Sympathien bei den Käufern eingebracht. Deswegen ist die ‚Bonjour‘ von GMC die Kaffeemaschine für ein breites Publikum“ - so präsentierten die Schüler der Edertalschule der Jahrgangsstufe 11 ihre Projekte zum Thema „Unternehmenssimulation“. Das Projekt boten die Lehrer Rene Engel und Thorsten Jech im Rahmen der Projektwoche an.

Die Schüler mussten in den Geschäftsräumen der Frankenberger Bank auf einer simulierten Aktionärsversammlung die Bilanzzahlen ihres Unternehmens aus fünf virtuell durchgespielten Geschäftsjahren vorstellen. Zuvor hatten sich die Teilnehmer auf eine Produktidee geeinigt: Kaffeeautomaten, die via Smartphone bedient werden können.

Vom Logo bis zur Werbung

Daraufhin entstanden Firmenlogos und Abbildungen der innovativen Geräte, wie „Bonjour“ der Firma Good Morning Coffee oder die „Capo Uno“, die Kaffeerezepte aus dem Internet selbstständig umsetzen kann. Anschließend wurden konkurrierende Unternehmen gegründet, Mitarbeiter eingestellt sowie Produktionsmaschinen gekauft, Finanzierungspläne und sogar eigene Werbekampagnen erstellt - natürlich nur auf dem Papier. Angepasst an wechselnde Szenarien von wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen sollten die Schüler möglichst gute Absatzzahlen erreichen.

Am Ende gelang es einer der fiktiven Firmen, eine energieeffiziente Jahresproduktion von knapp einer Million vorzuweisen. Da das Projekt allen Teilnehmern großen Spaß bereitete und vielfältige Herausforderungen in Mathematik, Politik und Wirtschaft bot, planen die beteiligten Lehrer, es in der nächsten Projektwoche erneut anzubieten. Beim Getränkeverkauf während der öffentlichen Präsentation nahmen die Schüler 200 Euro ein. Diesen Betrag spenden sie an die Kinderkrebshilfe Waldeck-Frankenberg. Der Dank der Schüler ging an ihre Familien und Mitschülern. (r)

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