35.000 kamen zum Grenzegang nach Wetter

Auf dem Traktor: Der Grenzgangverein aus Wollmar durfte in Wetter natürlich nicht fehlen. Fotos: Koelschtzky

Wetter. Sieben Tage feiern mit einem Budget von 180.000 Euro, 35.000 Teilnehmer und keine besonderen Vorkommnisse bis auf drei Kreislaufzusammenbrüche wegen Hitze.

Das ist die Kurzbilanz des Grenzegangs in Wetter, der am Dienstag unter dem Pflaster des Marktplatzes wieder begraben wird.

Am Montag ging es beim Spaßfestzug noch einmal hoch her beim Grenzegang in Wetters Straßen. Nachdem am Morgen schon rund 2000 Gäste am Frühschoppen im Festzelt teilgenommen hatten, wurde entlang der Festzugstrecke in der ganzen Innenstadt lautstark und fröhlich gefeiert. Von den Festzugwagen wurde reichlich Wasser auf die in der Hitze Feiernden geschüttet. Aus mehreren Grenzgangsorten kamen ehemalige Grenzläufer und zeigten, dass sie das Platzen immer noch drauf haben.

Der Vorsitzende des Festausschusses, Karl-Heinz Kajewski, zeigte sich beim Festzug rundum zufrieden mit dem Fest. Trotz des Andrangs und der für sieben Tage gesperrten Innenstadt habe es weder Verkehrschaos noch andere Probleme gegeben. Nur für zwei Teilnehmer am Totengedenken zu Beginn des Festes und einen Festzugbesucher am Sonntag musste Erste Hilfe geleistet werden. Die Hitze war für den einen oder anderen Kreislauf einfach zu viel.

Am Freitag hätten rund 5000 Menschen am Abgehen der Grenze teilgenommen, am Samstag mehr als 6000, berichtete Kajewski. Am Sonntag seien mit dem großen Festzug und Zeltveranstaltungen mehr als 10 000 Gäste zusammen gekommen. Im Festzelt seien jeden Tag 2000 bis 3000 Menschen gewesen, auf dem Festplatz noch einmal so viele. Das Festspiel „Wetteranus est“ auf dem Marktplatz sahen bei drei Aufführungen über 3000 Zuschauer.

Der Festzug am Sonntag kam auf 87 Zugnummern und brauchte mehr als zwei Stunden durch die Innenstadt. Großen Applaus von Tausenden von Zuschauern entlang der Strecke bekamen 28 historische Gruppen, aber auch die Abordnungen der anderen fünf Grenzgangorte. Mit den Münchhäuser Grenzgangburschen waren rund 50 Münchhäuser beim Festzug dabei, Wollmar bot aus Grenzgangsverein und Trachtengruppe mehr als 100 Teilnehmer auf und sorgte durch die eifrigen Platzer für Aufsehen. Dabei waren auch die kompletten Komitees und alle Grenzläufer aus Buchenau, Biedenkopf und Goßfelden. Die Mohren aus Biedenkopf und Buchenau sorgten gemeinsam dafür, dass kaum ein weibliches Gesicht entlang des Festzuges ohne schwarzen Fleck blieb. (ky)

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Quelle: HNA

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