Reddighausen

Kamin soll auch Wasser erwärmen

- Hatzfeld-Reddighausen (da). Die Kaminöfen „Xeoos“ der Reddighäuser Firma Specht sollen künftig nicht nur für wohlige Temperaturen im Wohnzimmer sorgen, sondern auch Wasser erwärmen. Die Entwicklung des neuen Systems hat bereits begonnen. Mit bis zu 30 000 Euro fördert die Europäische Union die Innovation.

Die Geschäftsführer Bodo und Rolf Specht rechnen mit der Marktreife im Herbst nächsten Jahres, am Dienstag stellten sie ihre Idee vor. Entwickelt wird die Warmwassererzeugung in Zusammenarbeit mit der Firma PG-Technologie aus Frankenberg. Xeoos-Öfen verbrennen durch das sogenannte „Twinfire“-System Holz besonders effizient. Die Erwärmung von Wasser soll möglichst wenig zu Lasten der Heizleistung gehen und sich dadurch von herkömmlichen Systemen unterscheiden. Schließlich liefere der Ofen meist mehr Energie als benötigt, sagte Rolf Specht. Die nicht benötigte Wärme soll zur Wassererhitzung verwendet werden. „Somit schaffen wir es, den ohnehin schon guten Wirkungsgrad des Xeoos-Kaminofens nochmals deutlich zu steigern“, erklärte Bodo Specht. Geplant ist, dass Wassertanks den Kamin umschließen, ohne ihn klobig wirken zu lassen. „Es soll ins Designbild passen“, erläuterte Bodo Specht. Der Wärmetauscher soll dann ans Heizungsnetz angeschlossen werden. Details stehen aber erst nach Abschluss der Entwicklung fest. „Es ist ein Marktbereich, in dem wir stark wachsen können“, erläutert Bodo Specht. „Viele Kunden fragen danach.“ Er ist überzeugt: „Es wird eine Revolution geben im Ofensektor.“ Specht rechnet damit, dass die Xeoos-Öfen samt Wärmetauscher vor allem bei Neubauten gefragt sein werden. Doch auch Besitzer älterer 
Xeoos-Kamine können das neue System nachrüsten, verspricht Bodo Specht. Die EU fördert die Entwicklung über das Leader-Programm und übernimmt bis zu 30 Prozent der Kosten, maximal jedoch 30 000 Euro.

Mehr lesen Sie in der gedruckten Ausgabe der Frankenberger Zeitung von Donnerstag, 10. Juni.

Kommentare