Frankenberger Stadtkappelle im Radio

Kampf um Pergola im Jubiläumsjahr

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Moderator Carsten Gohlke, die Vereinsmitglieder Günther Vollmer und Ralf Heinrichs sowie Reporter Thomas Korte (von links) im Gespräch: Aufgabe des Vereins war es unter anderem, in Eigenleistung eine Pergola zu errichten.

Frankenberg - Stark gestartet, etwas nachgelassen, dennoch gefreut: Die Frankenberger Stadtkapelle hat am Wettbewerb "Mein Verein in HR4" teilgenommen - und seit Samstag eine Pergola am Heim.

Der wichtige Schuss geht vorbei – auch im zweiten Versuch, als das Mikrofon schon aus ist und wieder Musik erklingt im Vereinsheim der Frankenberger Stadtkapelle. Die hat am Sonntag den Radiosender HR4 zu Gast mit ihrem Moderator Carsten Gohlke, Nordhessen-Reporter Thomas Korte und einem Übertragungswagen samt Tonteam. „Mein Verein in HR4“ heißt die Show, an der die Musiker teilnehmen dürfen. Und sie haben sich gut vorbereitet.

„Die Punkte-Ausbeute war etwas mager“, sagt nach dem Aktionsnachmittag der Vereinsvorsitzende Günther Vollmer. Punkte gab es für den Bau eines Turmes aus Holzklötzchen, ein Quiz – und eben für das Treffen eines Apfels mittels Armbrust. „Aber die war etwas ungenau“, sagt Vollmer – und lacht: „Es hat sich aber dennoch gelohnt“, denn die 48-Stunden-Aufgabe hat die Stadtkapelle bravourös gemeistert. Die 1000 Punkte helfen den Frankenberger Musikern zwar auch nicht auf die vorderen Plätze der HR4-Tabelle, die einen warmen Geldregen versprechen. Aber dafür haben die Mitglieder etwas geschaffen, das bleibt im Jubiläumsjahr, etwas, dass ihnen viele schöne Stun-den im Freien bescheren soll.

Viel Eigenleistung gefragt

HR-Regionalreporter Thomas Korte war vorab beim Verein uns stellte die Aufgabe: Baut eine Pergola. Glück für den Verein, dass er mit Martin Scheerer ein Mitglied hat, das bei einem großen holzverarbeitenden Betrieb in der Region tätig ist – und dass dieses Unternehmen so-gleich auch als Sponsor auftrat.

Scheerer sorgte sich um die Planungen. Schließlich benötigte der Verein keine Pergola von der Stange, sonderen eine, die exakt auf die gepflasterte Fläche im Garten des Heimes passt – rund 15 Quadratmeter.

Die Zeit ist mit 48 Stunden knapp bemessen. Doch die Mitglieder des Vereins sind aktiv, helfen mit: Am Samstag schon wird das Holz geliefert, am Sonntagmorgen um 9 Uhr sind genug Männer mit Schrauber, Hammer, Säge da. Als um 14.30 Uhr die Vorbesprechung zur Sendung beginnt, haben alle schon ihre Tracht an und sitzen zufrieden bei Kaffee und Kuchen im Vereinsheim. Die Musiker wollen nämlich die Aufzeichnung genießen. „Das ist für uns etwas Besonderes“, sagt Günther Vollmer stolz.

Glücksgriff im Jubeljahr

Und es ist auch ein Glücksgriff: Der Verein feiert 25-jähriges Bestehen. Nicht nur Werbung vor rund 200000 Hörern in ganz Hessen machen die Musikanten, sondern schaffen auch etwas Bleibendes: „Wir konnten uns das beim Bau des Heims nicht leisten und haben uns jetzt zum Jubiläum diesen Wunsch erfüllt“, freut sich der Vorsitzende. Vielleicht noch wichtiger: „Das war wichtig für die Gemeinschaft“, freut er sich. Es ging mal um etwas anderes als die Musik. Zusammen wurde etwas für die nächsten Jahre geschaffen. „Das war ein toller Nachmittag“, resümiert Vollmer – und ein guter Start ins Jubiläumsjahr.

Ein Jubiläumskonzert beginnt am 12. April im 19.30 Uhr in der Ederberglandhalle.

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