Wegen starker Strömung

Mit Kanu an Brücke gekentert: Drei Frauen aus der Eder gerettet

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Kanuunfall auf der Eder bei Wega: Rund 65 Feuerwehrleute eilten den Frauen zu Hilfe.

Wega/Wellen. Drei junge Frauen kamen am Sonntagmittag mit ihrem Kanu zwar nicht ans Ziel, aber mit einem Schrecken und nasser Kleidung davon, obwohl sie an der Ederbrücke Wega-Wellen bei starker Strömung kenterten.

Die Havarie hätte weitaus ernstere Folgen hervorrufen können.

Gegen 12 Uhr glitten die drei Kurgäste aus Bad Wildungen mit ihrem Kanu auf die Brücke zu. Zum Fluss hin ist ein Schild „Kanu“ aufgehängt, das Ausflüglern auf dem Wasser anzeigt, auf der linke Seite hindurchzufahren. „Das ging nicht, denn ein mehrere Meter langer, dicker Ast liegt quer vor der Stelle“, erklärte nach der Rettung die einzige der drei Frauen, die schon einmal Kanu gefahren ist: „Ich habe versucht, mit dem Paddel nach rechts zu lenken, aber die Strömung war zu stark und wir landeten vor dem Pfeiler.“

Angelehnt an den Pfeiler, das voll laufende Kanu vor sich quer gelegt, gelang es den dreien, mit den Füßen an dem Ast Halt zu finden und über Handy den Notruf abzusetzen. Weil sie als Ortsunkundige nur wussten, dass sie in Affoldern gestartet waren und nicht, wo sie sich aktuell befanden, brauchten Leitstelle und Helfer etliche Minuten, um sich richtig zu orientieren.

Unter der Einsatzleitung von Gemeindebrandinspektor Dirk Rübsam eilten schließlich die Wehren Bergheim/Giflitz, Wellen und Wega den Havarierten zu Hilfe. Die Wildunger Stützpunktwehr rückte mit ihrer Drehleiter an, die in die Rolle eines Krans schlüpfte.

Von Matthias Schuldt

Mehr zum Verlauf der Rettungsaktion lesen Sie in der gedruckten Montagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Quelle: HNA

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