Frankenberg

Kassenzettel als „Rückfahrschein“

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- Frankenberg (mba/gl). Weihnachten ist auch das Fest der vielen Geschenken. Das freut die Einzelhändler. Doch nach der Bescherung ist mitunter Umtauschen angesagt – kein Problem in Frankenberg.

Das Weihnachtsgeschäft hat ordentlich gebrummt: Die Frankenberger Händler sind zufrieden. Die Kunden haben alle möglichen Präsente für ihre Lieben erworben. Dann gab es die Bescherung an Heiligabend – und jetzt findet so manche Gabe ihre Weg zurück in die Geschäfte. Manch einer wurde gleich doppelt beschenkt, manchem gefällt nicht, was er bekam. In den Frankenberger Geschäften ist ein Umtausch in der Regel kein Problem, jedenfalls wenn gewisse Bedingungen erfüllt sind.

„Bei uns ist Umtausch immer möglich“, sagt Buchhändler Olaf Schreiber. Ausgenommen seien nicht verschweißte DVDs und CDs, die sein Geschäft nicht zurücknehmen dürfe. Aber Bücher würden seine Mitarbeiter auch mal ohne Kassenzettel umtauschen, wenn Kunde oder Herkunft der Ware bekannt seien. Das Buch dürfe selbstverständlich nicht schon zerlesen sein oder andere Gebrauchsspuren aufweisen.

Dass die Ware in einem ordentlichen Zustand ist, in dem sie wieder verkauft werden kann, ist auch im Ederlandmarkt von Klaus Scharf Voraussetzung für einen Umtausch. Sie sollte auch möglichst originalverpackt sein, erklärt Mitarbeiterin Marga Schwarzenbacher. Videospiele müssten noch eingeschweißt sein, damit sie zurückgenommen werden. Und der Bon müsse vorgelegt werden. Doch unter diesen Bedingungen sei ein Umtausch überhaupt kein Problem. Der halte sich aber in Grenzen, sagt Schwarzenbacher: Nur wenige Teile würden zurückkommen.

„Das Weihnachtsgeschäft war sehr gut“, sagt ihr Chef Klaus Scharf zufrieden: Besser als im Vorjahr. Ähnlich äußert sich Hans-Heinrich Heinze vom gleichnamigen Modegeschäft: „Das Wetter kam uns im Geschäft entgegen“, sagt er. Zwar habe der Schnee dazu geführt, dass oft schlagartig keine Kunden mehr im Laden gewesen seien, sich dann wieder „Stoßzeiten“ ergeben hätten, aber viele Kunden seien in Frankenberg geblieben, statt in die großen Städte Marburg oder Kassel zu fahren.

Auch André Kreisz, Geschäftsführer des Modehauses Eitzenhöfer, sieht überhaupt keinen Grund zum Klagen, wenngleich auch er etwas mit dem Wetter hadert: „Die Kundenstimmung war im Weihnachtsgeschäft ausgesprochen gut. Wenn es etwas zu beanstanden gab, dann einige extreme Schneetage. Diese führten dann auch zu entsprechender Umsatzstagnation. Andere Tage waren dann wieder erfreulich stark, sodass diese Rückschläge wieder wettgemacht werden konnten“, berichtet er.

Auch im Modehaus und in der Kinderwelt gehöre Umtausch zum Service: „Das sollte nach Möglichkeit zwischen den Jahren passieren, damit wir noch eine Chance haben den Artikel zu verkaufen. Voraussetzung ist, dass die Ware original verpackt und mit Kassenbon versehen ist“, erläutere Kreisz. Das Umtauschvolumen werde aber weit überschätzt.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Dienstag, 28. Dezember.

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