Zweites Opfer in diesem Jahr

Katze von Schlagfalle getötet - Tierheim erstattet Anzeige

Frankenberg. Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr ist eine Katze im Frankenberger Land Opfer einer Schlagfalle geworden. Dies hat das Frankenberger Tierheim berichtet.

Bei einem Fall vergangene Woche in Rosenthal habe der Kater nicht überlebt.

Im einem zweiten Fall - bereits im März dieses Jahres im Futterhof in Frankenberg - habe die Katze schwerverletzt überlebt, sie konnte nach mehreren Tagen stationärer Behandlung in der Tierklinik und einer etwa einen Monat dauernden Nachbehandlung im Tierheim den Besitzern zurückgegeben werden.

„Wie naiv oder bösartig müssen Leute sein, die diese grausamen Fallen benutzen. Dazu noch an Stellen, die durchaus auch ein Kind betreten könnte“, fragt sich Renate Seifert, Leiterin des Tierheims Frankenberg. Dazu komme, dass diese Fallen seit 1995 innerhalb der EU verboten seien.

In den beiden Fällen handele es sich sowohl um einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz als auch um einen Verstoß gegen das Jagdgesetz. „Das ist kein Kavaliersdelikt, und jeder normal denkende Mensch kann hier nur den Kopf schütteln“, sagt Renate Seifert.

Warum diese Fallen erworben und behalten werden können, ohne sie benutzen zu dürfen, könne die Tierheimleiterin nicht verstehen. Hier müsse das Gesetz schnellstens nachgebessert werden. „Schon der Erwerb und Besitz sollte strafbar sein“, fordert Seifert. Eine Anzeige bei der Polizei laufe. Der Tierschutzverein hofft, dass auch die Untere Jagdbehörde Anzeige erstattet.

Sollte jemand wissen, dass diese Schlagfallen irgendwo benutzt werden, so bittet das Frankenberger Tierheim um Benachrichtigung, die vertraulich behandelt würden: Tel. 06451/6309.

Quelle: HNA

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