Hatzfeld

Kein Geld vom Land für neuen Radweg

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- Hatzfeld (da). Der Radweg zwischen Holzhausen und Dodenau wird in diesem Jahr nicht mehr gebaut: Das Land zahlt keine Zuschüsse. Selbst ein Baubeginn im nächsten Jahr ist ungewiss.

Noch ist unklar, ob und wann der Bewilligungsbescheid aus Wiesbaden kommt. Im vergangenen Jahr war der Radweg zwischen dem Hatzfelder Nachbarort Beddelhausen und dem Holzhäuser Bahnhof „Friedenthal“ gebaut worden (FZ berichtete). Die Stadt ist auf die Zuschüsse angewiesen: 2010 hatte das hessische Wirtschaftsministerium rund 816 000 Euro überwiesen und damit den ersten, rund 1,43 Millionen Euro teuren Bauabschnitt unterstützt. Der Radweg zwischen Beddelhausen und Holzhausen wird rege genutzt. Doch zwischen Friedenthal und dem „Reddighäuser Hammer“ müssen Radler noch immer auf eine schmale Straße ausweichen – ebenso zwischen der „Hobe“ und Dodenau.

Der Radweg sollte eigentlich in diesem Jahr weitergebaut werden: Über zwei Brücken und durch den Tunnel zwischen Dodenau und Reddighausen. Die Stadt hat das Geld nicht, den Radweg weiterzubauen. Das Land bezuschusst solche Projekte, doch der für den Sommer 2011 erwartete Bewilligungsbescheid steht noch aus: „Momentan stehen eine Anzahl von Maßnahmen unter Haushalt-Vorbehalt. Dazu gehört auch der Ederauenradweg“, sagte Marion Jäckle vom hessischen Wirtschaftsministerium auf FZ-Anfrage.

Der zweite Bauabschnitt des neuen Hatzfelder Radwegs ist etwas günstiger als der erste. Veranschlagt sind 890 000 Euro. Aufwendig ist vor allem der Umbau der beiden alten Eisenbahnbrücken und die Herrichtung des Tunnels, der unter anderem mit Licht ausgestattet werden muss. Allein je Brücke sind 175 000 Euro Baukosten veranschlagt. Es muss aber nur noch wenig asphaltiert werden. 70 Prozent der Kosten trägt das Land, zehn Prozent übernimmt der Landkreis Waldeck-Frankenberg. Selbst ein Baubeginn im nächsten Jahr scheint demnach ungewiss: „Spätestens Ende dieses Jahres, voraussichtlich aber bis Frühjahr 2012, sollte feststehen, welche Projekte realisiert werden können.“ Welche Priorität der Hatzfelder Radweg dabei hat, konnte Jäckle nicht sagen.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Freitag, 26. August

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