Neubau an der Bottendorfer KiTa

Kein "Schnickschnack" für die Krippe

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Bürgermeister Lothar Koch, Architektin Cerstin Arnold, Kindergartenleiterin Irmgard Ratajczyk und Bauamtsmitarbeiterin Andrea Adler (von links) haben gestern den Anbau an den Bottendorfer Kindergarten besichtigt.Foto: Patricia Kutsch

Burgwald-Bottendorf. - Der neue Anbau an die Bottendorfer Kindertagesstätte soll Ende des Monats fertig sein. In den Räumen werden ab August zehn Krippenkinder betreut.

Noch sieht es sehr nach Baustelle aus: Im neuen Anbau an die Bottendorfer Kindertagesstätte ist in den nächsten Wochen einiges zu tun. Denn am 1. Juli soll das Gebäude für die Krippengruppe mit einem großen Kindergartenfest seiner Bestimmung übergeben werden.

Mit dem neuen Kindergartenjahr belegen dann zehn Kinder im Alter von einem bis drei Jahren die neuen Räume mit Beschlag. Bis dahin sollen die Rigips-Wände und der Putz hinter Tapeten und Fliesen versteckt und die Böden verlegt seien. Die Möbel müssen noch in die Krippenräume und ihren künftigen Platz finden – dann können die Kleinen dort auf Entdeckungsreise gehen. Räumlich ist die Krippengruppe von den übrigen vier Gruppen der evangelischen Tagesstätte getrennt. Nur den Eingangsbereich teilen sie sich. Ansonsten sind es zwei Gebäude mit jeweils eigenen Außenbereichen. Das Kernstück im Anbau für die jüngsten Betreuungs-Kinder ist der großzügige Gruppenraum, in dem auch eine kleine Küchenzeile Platz finden soll. Daneben gibt es einen Ruheraum. Neben der Tür zum Garten ist ein großer Waschraum angelegt. Dort wird es laut Kindergartenleiterin Irmgard Ratajczyk eine große Dusche und einen Wickeltisch geben. Der Boden im Bad werde grün und von den Fliesen sollen drei große Giraffen lachen, beschreibt Architektin Cerstin Arnold aus Birkenbringhausen.

Bei dem Entwurf der Räume stand der Bewegungsdrang der Kinder im Vordergrund. In der Dusche könnten sie mit Wasser plantschen und im Gruppenraum toben, laufen und ihre Sinne erproben, sagt Ratajczyk. Laut Bürgermeister Lothar Koch seien für den Neubau 225.000 Euro eingeplant. „Wir bleiben auch in diesem Rahmen.“ Der Landkreis übernehme 20 Prozent der Baukosten, das Land schieße 15.000 Euro pro Krippenplatz zu. Den Rest trägt die Gemeinde. Die Planung sei individuell auf die Bedürfnisse der Einrichtung abgestimmt – aber im bescheidenen Maßstab: „Wir haben keinen teuren Schnickschnack, sondern nur, was man braucht.“

Die zehn Krippenplätze sind laut Ratajczyk Ganztagsplätze und bereits alle vergeben. Daher sei auch der Ruheraum ein wichtiger Bestandteil der Betreuung: „Einige Kinder werden sicher über Mittag bleiben und hier schlafen.“ Betreuut werden die Kleinen dort von 7.30 Uhr bis 16.30 Uhr. Drei Fachkräfte arbeiten in der Krippengruppe; davon werden immer zwei Betreuerinnen in der Gruppe sein und auf ihre jungen Schützlinge aufpassen. Daneben gibt es in der evangelischen Kindertagesstätte weitere vier Gruppen, in denen auch zehn Kinder im Alter unter drei Jahren untergebracht sind. Insgesamt 100 Kinder werden in den fünf Gruppen im nächsten Kindergartenjahr betreut.

Koch erklärt, dass das Einzugsgebiet des Kindergartens Bottendorf und Willersdorf sei. „Wir haben über die Jahre eine konstante Zahl an Kindern und die Prognose ist, dass es in den nächsten Jahren so bleibt.“ Zudem seien in den vergangenen Monaten in Bottendorf sechs Bauplätze an Auswärtige verkauft worden – dort könne sich zusätzlicher Nachwuchs einstellen. Die Kindergartenleiterin bestätigt die Nachfrage nach Plätzen in der Bottendorfer Einrichtung: „Ich könnte noch fünf oder sechs Krippenplätze mehr vergeben. Wir haben schon eine Warteliste.“

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