Tag der Begegnung in Frankenberg

Kennenlernen der Kulturen

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Josef Schleicher, Irina Hoff und Bürgermeister Rüdiger Heß (v.l.) hoffen auf viele Besucher beim „Tag der Begegnung“. Es soll eine Gelegenheit zum Austauschen und näher Kennenlernen des anderen geben.

Frankenberg - Ein Nachmittag der Begegnung mit Kulturprogramm und Neufassung der Ausstellung "Deutsche aus Russland - Geschichte und Gegenwart" findet am Sonntag, 31. August, in der Ederberglandhalle statt.

Integration bedeutet der Prozess der gegenseitigen Angleichung der Menschen mit Migrationshintergrund und der heimischen Bevölkerung. In Deutschland haben 19 Prozent der Bevölkerung einen Migrationshintergrund, das sind 15 Millionen Menschen.

„Auch in Frankenberg gibt es viele verschiedene Nationalitäten“, erklärt der Frankenberger Bürgermeister Rüdiger Heß. Und daher sei das Thema Integration auch für das Frankenberger Land sehr wichtig. Heß ergänzt: „Wir fühlen uns als weltoffene Stadt und so wollen wir auch verstanden werden.“

Aus diesem Grund veranstaltet die Stadt Frankenberg seit dem 20. August bis zum 22. September die „Wochen der Integration“. Behandelt wird dabei das Thema „Deutsche aus Russland - Geschichte und Gegenwart“. Mit der Ausstellung soll den Besuchern der Beginn der Einwanderung von Deutschen in Russland vor 250 Jahren nähergebracht werden. Im Stadthaus kann in dieser Zeit die gleichnamige Ausstellung angeschaut werden.

Am 31. August findet dann der Nachmittag der Begegnung mit Kulturprogramm und Neufassung der Ausstellung „Deutsche aus Russland“ statt. Der Bürgermeister und der Projektleiter der Ausstellung, Josef Schleicher, laden herzlich ein und hoffen auf viele Besucher.

Musik und Filmvorführung

Bereits vor zwei Jahren wurde der erste Tag der Begegnung veranstaltet. 300 Besucher hatten diese Veranstaltung besucht. „Diesmal wollen wir mehr wagen“, erläutert Heß. Das Projekt wird vom zweiten Projektleiter Jakob Fischer moderiert. Den Auftakt markiert ein Grußwort des Bürgermeisters. Das Kulturprogramm besteht aus dem Frankenberger Männergesangverein, der russlanddeutschen Gesangsgruppe „Heimatklang“ aus Gießen, der Tanzgruppe der Hauberner Landjugend und dem Frankenberger Frauenchor „Harmonie“. Dazu gibt es eine Präsentation unter dem Titel „Geschichte und Kultur der Deutschen in Russland und ihre Integration in Deutschland“.

Den Vortrag halten die Projektleiter Jakob Fischer und Josef Schleicher. Mit einer Filmvorführung auf einer Großleinwand soll das Programm abgerundet werden. Heß freut sich bereits auf das Programm: „Vor zwei Jahren war es schon toll, diesmal wird es besser.“ Auch Irina Hoff erwartet viele Gäste, besonders Einheimische.

Hoff wird vom Bürgermeister als eines der „besten Beispiele aus Frankenberg für Integration“ bezeichnet. Bei den Vorbereitungen sei die Deutschrussin immer dabei. „Das letzte Mal waren eher Deutschrussen da, diesmal erwarte ich mehr Einheimische, da es schließlich ein Nachmittag der Begegnung sein soll“, erzählt Hoff. Schleicher ergänzt: „Es ist wichtig, sich ohne Berührungsängste auszutauschen. Es gibt keine Fremde, nur Menschen, die anders sind.“

Das Projekt „Deutsche aus Russland - Geschichte und Gegenwart“ wird vom Bundesministerium des Innern und dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gefördert.

Anhand des Beispiels sollen die Themen Migration und Integration in Deutschland behandelt werden. Die Ausstellung zum Projekt, die auch als Schulunterrichtsprogramm, etwa bei der Frankenberger Edertalschule verwendet wurde, ist im Stadthaus zu besichtigen. Das Kulturprogramm beginnt um 14 Uhr, Einlass ist bereits um 13 Uhr. Der Eintritt zu der Veranstaltung, die bis 18 Uhr andauern soll, ist frei. Kaffee und Kuchen runden das Programm ab.

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