Frankenberg

Kettschau will noch im Herbst neuen Sportladen eröffnen

- Frankenberg (jos). Es tut sich was in Frankenberg: Nachdem zuletzt mehrere heimische Einzelhändler in der Fußgängerzone investiert haben (wir berichteten), eröffnet in der Jahnstraße demnächst ein neuer Sportladen.

Wo bis zum vorigen Jahr noch Billig-Möbel aus Restposten verkauft worden sind, soll schon in wenigen Wochen hochwertige Sportbekleidung über die Ladentheke gehen: Ende Oktober oder Anfang November soll „Intersport Kettschau“ in der Jahnstraße eröffnen, erklärte Geschäftsführer Jürgen Kettschau.

Bereits im Sommer vorigen Jahres hatte sich Kettschau nach einem Standort in Frankenberg umgeschaut. Seine Kettschau Sport GmbH betreibt bereits zwei Läden in Korbach und Bad Wildungen. Ursprünglich wollte der Betriebswirt bereits in diesem März eröffnen. Allerdings war bis dato noch kein Baurecht geschaffen. Damit Kettschau in der Jahnstraße Sportartikel verkaufen darf, musste die Stadtverordnetenversammlung einer Änderung des Bebauungsplanes zustimmen.

Ursprünglich hatten auch die Evangelischen Gemeinschaften aus dem Frankenberger Land Interesse an der Immobilie gezeigt. Bürgermeister Christian Engelhardt setzte sich allerdings dafür ein, dass deren Gemeindezentrum in der Ruhrstraße entsteht. Der Rathauschef wollte aufgrund der zentralen Lage der Leifheit-Immobilie, dass ein Einzelhändler die Flächen belegt – was nun passiert.

Rund 700 000 Euro investiert Kettschau nach eigenen Angaben in Erwerb und Sanierung der Immobilie, mit 500 000 Euro schlagen Inneneinrichtung und Ware zu Buche. Besitzer der Immobilie ist die Betreibergesellschaft aus Volker Bandowski, Ute Dargel und Jürgen Kettschau. Die Kettschau Sport GmbH wird als Mieter in den Laden einziehen.

Von dem einstigen Möbelhaus Leifheit sind lediglich das Fundament und die seitlichen Fassadenwände übrig geblieben. Alles andere wird komplett erneuert. Der Korbacher Architekt Hartmut Potthoff hat den Umbau geplant. In diesen Tagen erhält das Gebäude ein neues Dach. Von der Jahnstraße aus soll eine schicke Aluminium-Fassade die Kunden ins Geschäft locken.

Drinnen entsteht ein klimatisierter Verkaufsraum mit einer Fläche von rund 800 Quadratmetern. Auf den restlichen rund 300 Quadratmetern entstehen Lager, Warenannahme und eine Werkstatt, in der zum Beispiel Trikots beflockt werden oder Tennisschläger neue Saiten erhalten.

Was die angebotene Ware angeht, versteht sich Kettschau als „Sport-Vollsortimenter“, der eine Marken- und Qualitätsstrategie verfolgt. Deshalb sei der neue Laden auch keine Konkurrenz zu bereits bestehenden Angeboten in der Stadt. „Wir wollen die Kunden hier halten, die bislang in anderen Städten einkaufen“, erklärte Kettschau.

Der neue Fachmarkt ist Gesellschafter der Intersport-Gruppe, die als Einkaufs- und Marketinggemeinschaft fungiert. Dadurch müssten gestalterische Vorschriften eingehalten werden, erklärte Kettschau. In der inhaltlichen Auslegung des Ladens sei er allerdings frei, erläuterte der Geschäftsführer. Aus diesem Grund hat er bereits im vorigen Herbst eine Marktanalyse in Auftrag gegeben. „In dem in verschiedene Abteilungen gegliederten Fachmarkt sind die Themen Damen Fitness, Outdoor und Wandern, Schwimmsport, Laufen und Nordic Walking, Fußball und Teamsport sowie Kindersportausrüstung ganzjährig präsentiert“, erläuterte Kettschau. Außerdem sollen Heimsportgeräte angeboten werden. Nicht fehlen dürfe zudem eine Wintersportabteilung, in der akutelle „In-Marken“ präsent sein sollen.

Acht Mitarbeiter hat Kettschau für den neuen Laden in Frankenberg angestellt, darunter sind zwei Auszubildende. Als Teamleiter wechselt sein langjähriger Geschäftspartner Volker Bandowski von Korbach nach Frankenberg. Die neuen Mitarbeiter stammen alle aus dem Frankenberger Land.

Vor dem Laden entstehen laut Kettschau 21 Parkplätze. Die Fläche hinter dem Haus zur Eder hin könnte im Sommer für einen Zelt-Verkauf oder Ähnliches genutzt werden, sagte Kettschau. Parkflächen würden dort allerdings nicht entstehen.

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