Carolin Sack organisiert den Kindergipfel in Marburg – Workshops vom 13. bis 16. Mai

Kinder „fairändern“ die Welt

Marburg. Der Kindergipfel ist ihr großes Projekt: Die 15-jährige Carolin Sackfindet es wichtig, dass Schüler mitreden. „Kinder haben etwas zu sagen. Sie müssen aber auch ernst genommen werden“, sagt die Gymnasiastin. Seit einem Jahr ist sie Vorsitzende des Marburger Kinder- und Jugendparlaments.

Vom 13. bis 16. Mai will sie nun noch mehr politisch interessierte Kinder in die Universitätsstadt locken. Das Kinder- und Jugendparlament hat nämlich den alle zwei Jahre stattfindenden Kindergipfel der Naturfreundejugend an die Lahn geholt. 1991 ist er aus den Schülerprotesten gegen den Golfkrieg entstanden.

„Wir haben uns gedacht, dass Marburg die perfekte Stadt für den Kindergipfel ist“, sagt Carolin Sack. In der Tat erhielt die Stadt den Zuschlag, weil sie ein besonders aktives und engagiertes Kinder- und Jugendparlament hat und Hauptstadt des fairen Handels ist.

Thema des Gipfels ist nämlich die eine Welt. Unter dem Titel „Wir fairändern“ werden 120 Zwölf- bis Fünfzehnjährige in Workshops über die Festung Europa, den Klimawandel in den armen Ländern, Medikamente gegen Aids, fairen Handel, Kinderarbeit, Kindersoldaten und Kinderrechte diskutieren.

Die Themen wurden im bundesweiten Kinderrat ausgearbeitet, zu dem auch Carolin Sack gehört. Prominente Unterstützung gibt es auch: Logo-Reporter Kim Adler und die Band „Culcha Candela“ sind die Schirmherren des Kindergipfels, der vom Bundesentwicklungsministerium finanziert wird.

Während des Treffens wird das „Kinderpressezentrum“ täglich eine Zeitung herausgeben, Videos drehen, fotografieren und Interviews machen. Dazu gibt es ein Rahmenprogramm mit Stadtrallye, Nachtwächterführung und Besuchen im Weltladen. Und zum Abschluss entwickeln die Schüler eigene Forderungen und Selbstverpflichtungen für einen Zukunftsvertrag, den sie mit Bundestagsabgeordneten und Kommunalpolitikern diskutieren.

Bundeskanzlerin Angela Merkel wird aber nicht - wie einst Gerhard Schröder - zum Gipfel kommen. Sie bekommt den Zukunftsvertrag schriftlich. (zgc)

Quelle: HNA

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