Erster inklusiver Faschingsumzug übertrifft Erwartungen

600 Kinder machen Frankenberg bunt

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Richtig was los war beim ersten inklusiven Faschingsumzug am Rosenmontag in Frankenberg. Etwa 600 Schüler – von der ersten bis zur sechsten Klasse – zogen vom Untermarkt durch die Fußgängerzone zum Landratsamt.Fotos: Treude (9) / Schelberger (1)

Frankenberg - Frankenberg wird ein Stück mehr zur Karnevalshochburg. Dafür verantwortlich sind vor allem Kinder. Denn rund 600 Schüler nahmen am ersten inklusiven Faschingsumzug in der Illerstadt teil. Es war ein großes und buntes Fest.

„Die Welt ist bunt“ - unter diesem Motto sind am Rosenmontag rund 600 Mädchen und Jungen durch Frankenberg gezogen. Sie sorgten dafür, dass der Satz beim ersten inklusiven Faschingsumzug mit Leben gefüllt wurde. Ob als Clowns, Bienen oder Indianer - die Fußgängerzone wurde während des Umzugs zu einem farbenprächtigen Menschenmeer.

Die Erwartungen der Veranstalter wurden dabei übertroffen: „Das ist ein unglaublicher Erfolg für Frankenberg. Was besseres konnte der Stadt nicht passieren“, war Diplom-Heilpädagogin Petra-Maria Knell voller Euphorie. Sie hat gemeinsam mit den Lehrerinnen Kathrin Schäfer und Anne Schacht sowie den Sechstklässlern der Friedrich-Trost-Schule den Faschingsumzug auf die Beine gestellt. Kinder mit und ohne Behinderung feierten gemeinsam ein großes Fest.

Auch Bürgermeister Rüdiger Heß, der als Schirmherr den Zug anführte, war begeistert: „So voll war die Fußgängerzone lange nicht mehr. Das ist ganz toll.“ Vom Untermarkt aus ging es durch die Fußgängerzone zum Landratsamt, wo die Abschlussparty stattfand. Sechstklässler Marcello von der Friedrich-Trost-Schule gab dort eine Büttenrede zum Besten, die er gemeinsam mit seinen Mitschülern vorbereitet hatte.

Wenn es nach Lehrerin Kathrin Schäfer geht, dann ist die Fortsetzung im nächsten Jahr bereits fest eingeplant. „Es hat uns ganz viel Freude gemacht“, sagte sie.

Von Tobias Treude

Mehr lesen Sie in der Frankenberger Zeitung von Dienstag, 17. Februar.

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