Frankenau

Kindergarten wird nach oben erweitert

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- Frankenau-Dainrode (apa). In der Mietwohnung über dem Kindergarten werden künftig Kinder spielen und toben: Der evangelische Kindergarten wird nach oben erweitert statt nach außen.

In ihrer letzten Sitzung vor der Kommunalwahl machten die Stadtverordneten den Weg frei für ein Projekt, das seit einem Jahr intensiv geplant wird: die Erweiterung und Sanierung des evangelischen Kindergartens in der Kernstadt. Das Gebäude ist in einem schlechten Zustand: Unter anderem ist das Flachdach undicht. Schon jetzt ist nicht genügend Platz vorhanden, so fehlen etwa Sozial- und Besprechungsräume für das Personal. Durch die vom Land geforderte Betreuung von Kindern unter drei Jahren muss der Kindergarten – wie in den meisten anderen Gemeinden auch – erweitert werden, um den baulichen und pädagogischen Anforderungen gerecht zu werden.

Die Stadtverordneten entschieden sich am Mittwochabend in Dainrode einstimmig für den Ausbau des Kindergartens nach oben: Die bestehende Mietwohnung über den Kita-Räumen wird für die Betreuung einer Gruppe umgebaut, inklusive Sanitäranlagen, Gruppen- und Spezialräumen, zum Beispiel für Elterngespräche. Das bestehende Satteldach soll erneuert werden und einen höheren Winkel erhalten, so dass im zweiten Stock ein weiterer großer Mehrzweckraum entsteht. So hält der gesamte Kindergarten künftig genügend Platz für vier Gruppen vor, in denen auch Kinder unter drei Jahren betreut werden. Auch für die Gruppen im Erdgeschoss steht dann mehr Platz zur Verfügung als bisher – und zwar ohne dass das Außengelände durch einen Anbau verkleinert werden muss, wie eine zweite Variante für die Erweiterung es vorgesehen hätte.

Zudem erhält das Gebäude im Frankenauer Stadtkern eine energetische Sanierung. Unter anderem werden die Heizungsrohre und die Steuerung ausgetauscht. Die Kosten für den Um- und Ausbau des evangelischen Kindergartens belaufen sich auf knapp 815 000 Euro. Davon muss die Gemeinde vermutlich etwa zehn Prozent tragen – „eher weniger“, sagte Bürgermeister Björn Brede auf Nachfrage der FZ. Er verwies jedoch auch darauf, dass man sich nicht hundertprozentig darauf verlassen könne, dass die in Aussicht gestellten Zuschüsse auch tatsächlich gewährt würden.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Freitag, 18. März

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