Allendorf

Kindern durch schwierige Zeit helfen

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- Allendorf/Eder (da). Hilfe für Kinder, deren Eltern sich getrennt haben. Dieses Angebot unterbreitet die evangelische Kirchengemeinde Allendorf und das Diakonischem Werk ·Bei regelmäßigen Treffen in kleinen Gruppen helfen Erzieherinnen, Sozialarbeiter und Sozialpädagogen den Kindern, mit Ängsten und Belastungen umzugehen. Das Diakoische Werk nimmt ab sofort Anmeldungen entgegen.

Etwa 21 Prozent der Kinder, die derzeit die Allendorfer Kindertagesstätte besuchen, sind von Trennungen oder Scheidungen ihrer Eltern­ betroffen. Ihnen und anderen Kindern in ähnlicher Situation zu helfen, ist seit Langem ein Anliegen von Ute von der Heiden. Die Erzieherin weiß, wie wichtig die Betreuung in dieser besonderen Situation ist. Gemeinsam mit Diplom-Pädagogin Agnes Protz vom Diakonischen Werk in Biedenkopf und dem angehenden Sozialarbeiter Timo Hofmann von Pro-Vita-Heimerziehung hat sie das neue Angebot erarbeitet. Kooperationspartner ist die evangelische Kirchengemeinde in Allendorf.

In etwa zehn Gruppenstunden treffen sie sich mit den Kindern und sprechen über die Trennung der Eltern und die schmerzlichen Erfahrungen, die diese Lebenssituation mit sich bringt. Geplant sind zwei Gruppen: Eine für Vorschulkinder von vier bis sechs Jahren und eine für Grundschüler zwischen sieben und elf Jahren. Jede Gruppe besteht aus maximal zehn Kindern.

Die Zusammenkünfte beginnen nach den Sommerferien in der Allendorfer Kindertagesstätte und richten sich zunächst nur an Kinder aus dem Gebiet der Großgemeinde – wenn noch Plätze frei sind, können auch Kinder außerhalb Allendorfs teilnehmen. Von der Heiden, Protz und Timo Hofmann sind sich einig, dass es ein solches Angebot noch häufiger geben sollte. „So was darf nicht irgendwann aufhören“, betont Agnes Protz. Sie hat ähnliche Gruppentreffen bereits im Hinterland betreut und positive Erfahrungen gemacht. Eine Fortsetzung scheiterte an der Finanzierung – und auch in Allendorf dauerte es, bis das Geld für das Angebot zusammen war.

Neben den Gruppentreffen sind Elternabende sowie Einzelgespräche geplant. Weitere monatliche Treffen sind vorgesehen.Kontakt: Agnes Protz, Telefon 06461/95400.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Freitag,10. Juni

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