Hatzfeld

Den Kindern in Hatzfeld „stinkt es“

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Hundeschiss in Hatzfeld

- Hatzfeld (gl). Mit Plakaten und kleinen Fähnchen im „Hundeschiss“ kämpfen die Hatzfelder Kinder gegen die Verunreinigung der Straßen in der Stadt.

Ein kleiner Umzug schlängelt sich durch Hatzfeld. Vorneweg ein Schild: „Uns stinkt es“ steht darauf geschrieben. Getragen wird es mal von Luca, von Laura oder von Martina Irle. Die Erzieherin aus der Hatzfelder Kindertagesstätte­ begleitet ihre „Bärengruppe“ quer durch die Stadt, bis zum Supermarkt soll es gehen. Der Blick der Kinder ist, wenn sie nicht gerade die Straße überqueren, auf den Boden gerichtet, denn sie sind auf der Suche nach Hundekot. Angefangen hat alles im vergangenen Winter. Damals, erzählt Irle, sei in der lange Zeit geschlossenen Schneedecke jeder Haufen sofort aufgefallen. Schon vorher – und auch später – seien die Kleinen aber immer wieder auf Ausflügen und Spaziergängen in Hinterlassenschaften der Hunde getreten. Seither nehmen die Kleinen eine Tasche mit Fähnchen mit. Jedes Mal, wenn es in die Natur geht, schauen sie nach Hundehaufen und sobald einer ausgemacht ist, wird er mit einer orangen „Warnfahne“ ausgestattet, auf der ein kleines Sprüchlein steht: „Suche Herrchen“, „Oooh, was ein Schiss!“ oder „Dampfende Kacke“ – derb, aber die Kinder wollen Aufmerksamkeit erregen. Auf einem Aushang, der in der Tagesstätte zu lesen ist, steht, dass sie sich davor fürchten, krank zu werden oder sich mit Würmern zu infizieren.„Unsere Aktion wird gut angenommen“, sagt Erzieherin Irle. Immer wieder würde sie von Passanten und Anwohnern angesprochen, die das gut fänden, was die Kinder unternehmen. Auch zu Bürgermeister Uwe Ermisch wollen die Kleinen bald gehen, um ihm zu sagen, was sie von dem Hundedreck auf den Hatzfelder Straßen halten. Im Stadtboten haben sie bereits niedergeschrieben, was ihre Fähnchen zu bedeuten haben.

Mehr lesen Sie in der Frankenberger Zeitung vom 16. November 2010.

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