Frankenberg

Kinderpornos - Mann verurteilt

- Frankenberg (mba). Er hatte auf seinem Computer zahlreiche Dateien gesammelt, die sexuelle Handlungen mit Kindern zeigten. Der Angeklagte (49) wurde vom Amtsgericht Frankenberg zu neun Monaten auf Bewährung verurteilt.

Der Angeklagte legte vor Gericht ein umfassendes Geständnis ab: Er hatte innerhalb eines Jahres mehr als 4000 kinderpornografische Bild- und Videodateien auf seinem Computer und seinem Handy gespeichert und auch ein Bild über das Mobiltelefon weiterverschickt. Der Empfänger dieser Datei erstattete Anzeige. Den Computer und das Telefon stellte die Polizei bei einer Hausdurchsuchung sicher. Der Mann erklärte, er habe die Bilder nicht aus sexuellem Interesse gesammelt, sondern aus einer Art „Sammelleidenschaft“ heraus, und zwar obwohl er sich bewusst gewesen sei, dass sein Handeln strafbar sei. „Sie haben sich in erheblichen Maße strafbar gemacht“, sagte Richterin Andrea Hülshorst bei der Urteilsverkündung zu dem Mann. Sie sprach eine neunmonatige Haftstrafe aus, die für drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt wird. Außerdem muss der 49-Jährige eine bereits begonnene Therapie fortsetzen, darf zwölf Monate lang keinen Internetzugang besitzen und künftig auch keine beruflichen oder ehrenamtlichen Tätigkeiten mit Kindern ausüben. Ihm wird ein Bewährungshelfer zur Seite gestellt. Zu Gunsten des Angeklagten wertete die Richterin dessen umfangreiches Geständnis, die Tatsache, dass er vorher noch nie straffällig geworden war und außerdem bereits „harte persönliche Konsequenzen“ erlebt hat: Er verlor seine Arbeit, in der er auch mit Kindern zu tun hatte, und infolge auch sein Haus, weil er die Raten nicht mehr bezahlen konnte. Außerdem hatte er versucht, sich das Leben zu nehmen.

Mehr lesen Sie in der FZ vom 26. November.

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