Kinderstück „Herr der Diebe“ feierte Premiere auf Freilichtbühne Hallenberg

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Staunend: Der kleine Bo (Bastian Briel) ist fasziniert von den goldenen Fabeltieren.

Hallenberg. Ein magisches Karussell, das Erwachsene in Kinder zurückverwandelt: Das ist der Kern des Romans „Herr der Diebe", der auf der Freilichtbühne Hallenberg Premiere feierte.

Es geht in dem Roman von Cornelia Funke um noch viel mehr: Um Freundschaft und Vertrauen, aber auch um Abenteuer und Verrat, das alles verpackt in eine spannende Geschichte, die mitten im bunten Karneval von Venedig spielt.

Dorthin nämlich haben sich der kleine Bo und sein vernünftiger großer Bruder Prosper vor ihrer Tante Esther geflüchtet, denn die möchte die beiden Waisen trennen. Die Brüder finden Unterschlupf bei einer Kinderbande, die mit ihrem Anführer Scipio, dem „Herrn der Diebe“, in einem verlassenen Kino haust und von kleinen Diebstählen lebt. Doch Esther ist zwar unsympathisch, aber nicht dumm, und sie hat zur Ergreifung ihrer Neffen einen Detektiv engagiert. Der „Schnüffler“ scheut keinen Aufwand, auch wenn dieser nicht immer von Erfolg gekrönt ist („Ich bin zu alt für diesen Mist.“)

Der Auftrag eines alten Conte, ihm gegen hohe Belohnung einen geheimnisvollen hölzernen Flügel zu beschaffen, stürzt die Kinder in ein Abenteuer, bei dem am Ende nichts mehr so wie vorher ist.

Regisseurin Dorothee Hollender erarbeitete mit den über 80 Mitwirkenden ein fröhliches, liebenswürdiges Schauspiel für die ganze Familie. Beachtenswert ist die Leistung der großenteils noch sehr jungen Darsteller, die die langen Texte mit Bravour meisterten und die Größe der Naturbühne flink und geschickt nutzten.

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Von Marise Moniac

Fotos von der Premiere

Freilichtbühne Hallenberg: Premiere von Cornelia Funkes „Herr der Diebe“

Quelle: HNA

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