Kino in der Nikolaikirche: Premiere mit 200 Besuchern

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Der Mann für das Technische: Friedrich Bähr, Inhaber des Willinger Studio-Kinos, sorgte mit seiner Mannschaft dafür, dass der Film in der Nikolaikirche gezeigt werden konnte. In der Hand hält er ein Tablet, mit dem er Lautstärke und weitere Filmeinstellungen regeln kann.

Korbach. Die Premiere ist geglückt. Zum ersten Korbacher Kirchenkino kamen am Freitag rund 200 Menschen, die Nikolaikirche war ausverkauft. Welcher Film lief, lesen Sie hier.

Über die Leinwand flimmerte Til Schweigers „Honig im Kopf" - laut der Organisatoren ein Film, der wegen seines Themenschwerpunkts Demenz auch gut in eine Kirche passe.

Das erste Kirchenkino in der Kreisstadt soll laut Denis Heller vom Sozial- und Kulturamt Korbach „keinen Kino-Ersatz darstellen“. Die Veranstaltung solle Event-Charakter haben, sagt Heller. Wer sich am Freitag in der Nikolaikirche umsah, dem wurde genau das bestätigt. Die Kino-Atmosphäre kam im Gotteshaus spätestens auf, als Eiskonfekt verteilt wurde.

Mit dabei war am Freitag auch Friedrich Bähr vom Studio-Kino in Willingen. Er sorgte für einen technisch reibungslosen Ablauf, berichtete von der immer noch großen Nachfrage nach „Honig im Kopf“ im Willinger Kino.

"Ganz neue Geschichte"

Ausverkauftes Haus: Rund 200 Menschen wollten am Freitagabend beim ersten Korbacher Kirchenkino dabei sein.

Auch Sabine Neuhaus, Vorsitzende des Fördervereins der Nikolaikirche, zeigte sich zufrieden. „Das Kirchenkino ist mal eine ganz neue Geschichte und wir freuen uns, dass sie so gut angenommen wird“, sagte die Vorsitzende. Mit ihren Mitstreiterinnen vom Förderverein und Helfern vom Gemeindeausschuss Nikolai reichte Neuhaus Schmalzbrote, Brezeln, Getränke und Schokoriegel. Von jeder verkauften Eintrittskarte geht außerdem ein Betrag an den Förderverein, der sich für die Sanierung der Nikolaikirche stark macht. Etwa 85.000 Euro sind dafür bereits zusammen gekommen, sagte Neuhaus. Etwa eine Million Euro wird die Sanierung kosten.

Am Sonntag waren Demenz und der Kinoabend dann auch Themen im Gottesdienst, bei dem auch Dekanin Eva Brinke-Kriebel dabei war. Im September und Dezember sind weitere Vorstellungen des mobilen Kinos geplant, unter anderem bei der Kreishandwerkerschaft. Welcher Film gezeigt wird, geben die Organisatoren noch bekannt. (ld)

Quelle: HNA

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