Blick in die Geschichte

Kirche in Allendorf/Hardtberg wurde vor fast 280 Jahren gebaut

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Freuen sich auf die bevorstehende Einweihung der sanierten Kirche am 15. Juni: Pfarrer Heinrich Giugno (4. von links) mit den Mitgliedern des Kirchenvorstandes. Auf dem Bild ist auch Bau-Planer Friedhelm Schnare (3. von links) zu sehen.

Allendorf-Hardtberg. Wenn die abgeschlossene Sanierung der Allendorfer Kirche auf dem Hardtberg am 15. Juni im Zuge eines Festgottesdienstes gefeiert wird, werden sicherlich auch wieder einige Chroniken ausliegen. Die HNA nennt an dieser Stelle schon mal Eckdaten der Kirchengeschichte.

Die Entwicklung des Gotteshauses haben Horst und Anita Knoche sowie Elsbeth Kessler und Konrad Michel recherchiert und aufgeschrieben. Demnach wurde schon im Jahre 1280 von einer Allendorfer Kapelle oder Friedhofskapelle geschrieben, doch erst im Jahre 1600 soll es in Allendorf ein Pfarrgut mit Wohnhaus, Scheune und Gärten gegeben haben.

Die heutige Kirche wurde wahrscheinlich im Jahre 1738/39 erbaut, weil die Vorgängerin um 1720 wegen Baufälligkeit abgerissen werden musste. Zumindest weist ein Brief, der 1743 von der Gemeinde an das Konsistorium geschrieben wurde, auf den Bau der Kirche hin.

Darin heißt es: "Auf Euer... erteilte Konzession haben wir vor 5 Jahren auf unsere Kosten auf unserem Kirchhof woselbst vordem unter einer Linde die Leichenpredigten gehalten worden, eine Kirche erbaut, welche wohl aptiret (zurechtgemacht, Anm. d. Redaktion) und so eingerichtet ist, daß die Einwohner des Ortes darin stehen können."

Die jetzige Glocke der Kirche stammt aus dem Jahre 1866 das wird durch die Innschrift belegt.

Im Jahr 1910 wurde in Allendorf dann der Bau einer neuen Kirche geplant. Die Zeichnung fertigte der Bautechniker Aug. Melzer aus Frankenberg an. Beigefügt war ebenfalls ein Lageplan mit dem vorgesehenen Standort der Kirche. Diese sollte demnach in Richtung Frankenau, im heutigen Neubaugebiet, unterhalb der geplanten Bahnachse gebaut werden.

Warum die Kirche letztlich nicht gebaut wurde, ist den Autoren der Chronik nicht bekannt.

Mehr zu den späteren Erweiterungs- und Instandsetzungsarbeiten lesen Sie in der gedruckten Samstagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Von Philipp Daum

Quelle: HNA

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