Adventssingen in Frankenberg

Kirche erfüllt von Vorfreude aufs Fest

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Kantor Daniel Gárdonyi leitete den Gospelchor der Liebfrauenkirche, der beim Adventssingen auftrat.Fotos: Mark Adel

Mark Adel - Es war eine ebenso vielfältige wie abwechslungsreiche Mischung, die die 600 Besucher in der Liebfrauenkirche begeisterte: Mit dem Adventssingen begeisterten Gruppen aus der Region mit Vorträgen verschiedener Stile, mal heiter, mal besinnlich, aber immer mit Weihnachten als bestimmendes Thema.

Ein Konzert „Frankenberger Chöre“ ist es nur noch bedingt, doch die auswärtigen Sänger und Musiker tragen zum Mix hervorragend bei. Neben den etablierten Gesangvereinen gibt es immer mehr Gruppen, die andere musikalische Pfade betreten. „Eine Einrichtung, die längst schon zur Tradition geworden ist“, sagte Pfarrer i.R. Heiner Wittekindt, der die Besucher durchs Programm geleitete.

Das Bläserquartett eröffnete das gut zweieinhalb Stündige Konzert mit „Die drei Könige“, unterlegt mit dem Choral „Wie schön leuchtet der Morgenstern“. Die Bläser begleiteten - im Wechsel mit der Orgel - auch die Gemeinde bei den Liedern. Die zweite Instrumentalgruppe war der Flötenkreis unter der Leitung von Eva Jerrentrup. Die Instrumentalisten spielten Gott ist unsere Zuversicht“ und „Die Hirten gehen zum Stall“.

Mit dem Frauenchor „Harmonie“ stand ein reiner Frauenchor vor dem Publikum. Unter der Leitung von Karl-Heinz Wenzel sangen die Frauen „Lieb Nachtigall wach auf“ und „Die Hirten gehen zum Stall“. Ähnlich konservativ geprägt: Die Sänger der Liedertafel aus Frankenberg und Schreufa. Will Hof vertrat den erkrankten Günter Retzlik. Die Männer sangen „Hoch tut Euch auf“ und „Hymne an die Nacht“.

Im Kontrast dazu standen „Die mit den roten Fliegen“, das kleine Ensemble unter der Leitung von Horst-Werner Bremmer. Ihre Lieder: „Schöne Nacht“, das recht aktuelle „Wie kann es sein“ von den „Wise Guys“ und „Leise rieselt der Schnee“. Mit deutlich mehr Sängern beiderlei Geschlechts und noch poppiger stimmte der Gospelchor der Liebfrauenkirche aufs Fest ein: „Inspired“ und „Peace shall be with you“. Kantor Daniel Gárdonyi leitete die Gruppe.

In ähnlichem Stil präsentierte sich der Mittel- und Oberstufenchor der Edertalschule unter der Leitung von Matthias Müller. Die Sänger zeigten, dass nicht nur im instrumentalen Bereich gute Ausbildung im Gymnasium geleistet wird. Das spanische „Adorar al Nino“ wurde von Kontrabass und Akkustik-Gitarre verstärkt, „Jesus is Born“ war beschwingt und akzentuiert. Lehrer und Leiter Matthias Müller begleitete am Klavier.

Der Chor begleitete auch Silke Watzlawik und Marius Schmidt beim besinnlichen „Ich gehe durch die weihnachtlichen Straßen“ sowie bei „Lichter der Hoffnung“. Beide sangen auch „Freut Euch, Gott kommt“. Matthias Müller übernahm ebenfalls den Klavierpart.

Müller leitete und begleitete auch den Chor der evangelischen Freikirchen bei den Stücken „Es ist kein Raum für Dich“ und „Licht leuchtet auf“.

Ruhigere Klänge stimmten die Landfrauen aus Rennertehausen an: Unter der Leitung von Gustel Clemens sangen sie „Ich klopfe an zum heiligen Advent“ und von der „Christrose“. Gertrud Will dirigierte den katholischen Kirchenchor St. Marien bei „Es kommt ein Schiff geladen“, „Oh Heiland reiß die Himmel auf“ und „Herr, send herab uns deinen Sohn“. „Weihnachten daheim - was kann es Schönres geben“, fragten die Frauen vom Chor „Intermezzo“ unter der Leitung von Andrea Ayora-Escandell.

Den Abschluss bildeten eine im Frankenberger Land unbekannte Gruppe: Die Sangesfreunde „Glück auf“ und das Bläserquintett „Knappen five“ aus Dreislar, bevor die Gemeinde und alle Akteure gemeinsam „Tochter Zion“ sangen.

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