Kita Rennertehausen soll Ende Mai fertig sein

Baustelle der Kindertagesstätte Rennertehausen: Unser Bild zeigt (von links) Kita-Leiterin Ulrike Amend, ihre Stellvertreterin Karin Traute, Pfarrer Claus Becker und Pfarrsekretärin Michaela Ackermann mit Mustern für den künftigen Fußboden. Foto: Hoffmeister

Rennertehausen. Erheblich verzögert hat sich die Fertigstellung des Zwei-Millionen-Euro-Projektes Kindertagesstätte Rennertehausen.

Die Kinder sollen nun Ende Mai in die neuen Räume umziehen. Das Problem saß unterm Dach. „Zwischen Folie und Dämmung hatte sich sehr viel Kondensat niedergeschlagen“, berichtet Architekt Dieter Wolf vom Marburger Büro „Bauart“. Das könne schon mal passieren.

Aber damit hatte natürlich niemand gerechnet. „Wir waren alle sauer“, sagte Kita-Leiterin Ulrike Amend der HNA. „Stellen Sie sich das mal vor: Wir hatten Personal eingestellt und mit den Eltern Verträge geschlossen. Die hatten sich doch alle darauf verlassen.“ Doch es nützte alles nichts. Im Sommer 2014 wurde allen Beteiligten klar, dass der geplante Einzugstermin 1. September für den neuen Kindergarten in Rennertehausen nicht zu halten war.

Während die Erzieherinnen seitdem im alten Kindergarten improvisieren, „hatten wir am Bau lange Leerlauf“, räumt Architekt Wolf ein. „Das musste erstmal trocknen. Das Holz war zum Teil feucht. Gutachten wurden eingeholt. Letztlich haben wir mit den Firmen eine Einigung erzielt. Wir als Büro legen dabei kräftig drauf. Aber wenn es zum Prozess gekommen wäre, dann würde die nächsten zwei bis drei Jahre nichts passieren“, so Wolf.

Die veranschlagten Baukosten von zwei Millionen Euro seien nun nicht mehr zu halten, erklärt Wolf. Wie hoch die Mehrkosten seien, könne er noch nicht genau sagen. Aber eines hat der Architekt versprochen: „Spätestens Ende Mai sind wir fertig.“

Respekt zollt Pfarrer Claus Becker der Gemeinde Allendorf dafür, „mit wie viel Mut die hier rangegangen sind“. Die Idee, „das Dorf in die Kita zu holen und den Alltag miteinander zu teilen“ ist laut Pfarrer Becker „bundesweit einmalig“.

Am großen „Winkefenster“: Pfarrer Claus Becker an der Stelle, wo sich Eltern künftig verabschieden. Dahinter entsteht der Krippenraum für unter dreijährige Kinder.

Es entsteht nicht nur ein Ganztags-Angebot mit drei Gruppen und einer „Krippe“ für Kinder unter drei Jahren, sondern auch ein „Raum der Begegnung“ und ein „Raum der Stille“ - Möglichkeiten zur Zusammenarbeit aller Generationen unter einem Dach.

Die Architekten vom Büro „Bauart“ hatten sehr viele schöne und kindgerechte Ideen - das Ganze ist noch dazu auch attraktiv anzusehen.

„Unsere Senioren sind schon ganz gespannt“, verrät Ortsvorsteher Erich Clemens, der als „gute Seele“ fast täglich an der Baustelle ist. Natürlich freuen sich auch die Kindergartenkinder auf ihr neues Zuhause. Einmal in der Woche schauen die Jungen und Mädchen mit den Erzieherinnen an der Baustelle vorbei.

Von Thomas Hoffmeister

Quelle: HNA

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