Kitas protestieren gegen geplantes Kinderförderungsgesetz

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Sammeln Unterschriften gegen das geplante Kinderförderungsgesetz: (von links) Birgit Heißmeier (Leiterin ev. Kindertagesstätte Gemünden), Margret Pohlmann (Leiterin DRK Kindertagesstätte Gemünden) und Erzieherin Corinna Rupprecht.

Gemünden. Die Leiterinnen und Erzieherinnen der evangelischen und der Kindertagesstätte des DRK in Gemünden sehen den Entwurf des Hessischen Kinderförderungsgesetzes (Kifög) mit großer Besorgnis entgegen.

Deshalb sammeln sie gemeinsam mit Erzieherinnen der Kitas aus Wohra und Halsdorf Unterschriften gegen das von der schwarz-gelben Landesregierung geplante Gesetzesvorhaben. Bisher durfte die Gruppengröße für Kindertagesstätten nicht über 25 Kinder hinausgehen. Nach dem Kifög-Entwurf soll das auch so bleiben.

„Durch den Gesetzesentwurf werden aber alle Gruppen gleichgesetzt. Es gibt keine bedarfsgerechte Entscheidung mehr über die Größe“, sagt Pohlmann. So würden auch die maximale Größe von Gruppen mit behinderten Kindern von 18 auf 25 steigen. Die Betreuung geistig- und körperlich behinderter Kinder würde sich dadurch verschlechtern, klagt Pohlmann. Deshalb fordern die Erzieherinnen „Qualität statt Quantität“.

Ebenso entsetzt ist die Kita-Leiterin darüber, dass der Gesetzesentwurf eine Betreuung durch pädagogisch nicht qualifiziertes Personal von 20 Prozent zulässt. Die ausgebildeten Erzieherinnen sehen darin einen deutlichen Qualitätsverlust. (dag)

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Quelle: HNA

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