Kläranlage Gemünden: Opper wehrt sich gegen Versäumnis-Vorwürfe

RainerOpper

Gemünden. Das Gemündener Parlament muss entscheiden, ob die Stadt eine neue Kläranlage für 3,3 Millionen Euro baut. In den Diskussionen darüber hatte es Vorwürfe gegen den früheren Bürgermeister Rainer Opper gegeben: Er habe in seiner Amtszeit Fristen versäumt und Förderanträge nicht gestellt.

Der 67-Jährige hat sich an die HNA gewandt, um sich diesen Vorwürfen öffentlich zu stellen. Eines schickt Rainer Opper vorneweg: Er will sich nicht rechtfertigen, er will Fakten auf den Tisch legen. Fakten zum Thema Kläranlage, das die Gemündener schon seit 1997 beschäftigt. Und das auch ihn in seiner Zeit als Bürgermeister von Gemünden (1997 bis 2008), mehr als ein Jahrzehnt in ungezählten Gesprächen, Verhandlungen und Seiten von Schriftverkehr immer wieder beschäftigt hat.

„1997 habe ich den Antrag für den Neubau einer Kläranlage definitiv gestellt. Ich habe keine Fristen versäumt“, erklärt Opper im Redaktionsgespräch mit der HNA. Und er sagt: „Die Stadtverordneten waren immer über diese Dinge unterrichtet.“

Aus seinen Aufzeichnungen geht hervor: Nach dem Gemündener Antrag von 1997 haben die Behörden verlangt, dass die Stadt eine gemeinsame Kläranlage mit der Nachbarkommune Haina baut. „Daran ist Gemünden gescheitert“, sagt Opper heute. Denn Haina wollte viele Jahre lang nicht bauen. „Die wollten nicht und wir durften nicht“, fasst Opper zusammen. Und ab 1998 sei ein Ersatzneubau nicht mehr gefördert worden.

„Viele Dinge sind zu unseren Ungunsten gelaufen, ohne dass wir etwas dafür konnten. Wir konnten erst eigenständig planen, als sich abzeichnete, dass Haina selbst baut.“

Mehr lesen Sie in der gedruckten Donnerstagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Quelle: HNA

Kommentare