Gemündener Fraktionen diskutieren über Neubau

Kläranlage: SPD kritisiert CDU

Heinz-Jürgen Hammer

Gemünden. Die SPD-Fraktion im Gemündener Stadtparlament reagiert mit einer Pressemitteilung auf Aussagen der CDU in deren Jahreshauptversammlung zum Thema „Kläranlage Gemünden“. Da gebe es einiges klarzustellen, heißt es seitens der SPD.

Alle Fachleute hätten im Bau-Ausschuss erläutert, „dass eine substanzielle Ertüchtigung der Kläranlage betriebswirtschaftlich nicht sinnvoll ist und somit ein Neubau die wirtschaftlichste Lösung darstellt“, heißt es in dem Schreiben, das vom Fraktionsvorsitzenden Heinz-Jürgen Hammer und der Ortsvorsitzenden Friedegunde Wagner unterzeichnet ist.

Bereits 2007 hätte die Reparatur der alten Kläranlage 2,4 Millionen Euro kosten sollen. Der im November vom Parlament beschlossene Neubau ist für drei Millionen Euro geplant. Wie berichtet, hatten SPD und Bürgerliste dafür gestimmt, die CDU hatte eine schrittweise Reparatur der alten Anlage vorgeschlagen. Dies sei nicht zuschussfähig, sagte nun die SPD, außerdem müsse während der Reparatur eine mobile Anlage zwischengeschaltet werden.

In ihrer Pressemitteilung schreiben die Sozialdemokraten: „Den Bürgern jetzt vorzumachen, dass eine schrittweise Sanierung insbesondere für die Bürger kostengünstiger sei – wie von der CDU behauptet – müssen wir entschieden zurückweisen. Die Bürger müssen auch für eine Vollsanierung Beiträge zahlen.“

Die SPD wies daraufhin, dass über die Finanzierung des Neubaus noch kein Beschluss gefasst wurde, hier seien noch Beratungen nötig. Klar sei aber: „Wenn nur die Bürger der Kernstadt die neue Kläranlage finanzieren sollen, wird es für diese erheblich teurer. Und wenn dann in Zukunft in einem unserer Stadtteile eine Kläranlage erneuert werden müsste, dann müssten die Bürger dieses Stadtteils die Kläranlage allein bezahlen.“

Die SPD sei bereit, die alte Kläranlage mit Bürgern zu besichtigen. Und sie wolle für 2012 eine Bürgerversammlung zu dem Thema beantragen. (jpa) Archivfoto:  nh

Quelle: HNA

Kommentare