Aufführung der Ballettschule Ederbergland

Klassisches Märchen in neuem Gewand

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Die Königin lässt sich von zwei Stubenmädchen den Spiegel vorhalten – wer ist die Schönste im Land?

Frankenberg - Es waren die Details, die die Aufführung des Kinderballetts von "Schneewittchen" zu etwas Besonderem machten: Blümchen in den Haaren, Tüllkleidchen, aufwendige bunte Kostüme und das allgegenwärtige Strahlen der jungen Ballerinen und der Zuschauer.

Passend zum Grimm-Jahr hat die Ballettschule Ederbergland am Samstag eine phantasievolle Inszenierung des Märchens „Schneewittchen“ geboten. Etwa acht Monate haben die rund 60 Mädchen im Alter zwischen vier und vierzehn Jahren für die Aufführung geprobt. Eigens dafür hat die Leiterin der Ballettschule, Beate Kurylas, in kreativer Zusammenarbeit mit ihren einzelnen Übungsgruppen aus Frankenberg und Waldeck Tänze erarbeitet und in etlichen Zusatzproben und Begegnungstagen zusammengesetzt.

Für das Nähen der unzähligen Kostüme und die technische Umsetzung schließlich zeichnete die gesamte Familie Kurylas verantwortlich. Herausgekommen ist eine knapp zweistündige Aufführung, die die rund 400 Zuschauer in der Ederberglandhalle sichtlich begeisterte und auch anrührte.

Zu sehen waren Märchenszenen, die sich selbst erklärten: Schneewittchen schlafend im Wald umringt von goldenen Schutzengelchen, kleine und große Ballerinen in vielen farbenfrohen Kostümen als Pilz, Elf, Kobold oder Stern oder die obligatorischen sieben Zwerge. Dazu Sonne und Mond, viele Feuervögel und Waldtiere, eine böse Königin und auch ein Prinz. Zu Musik von Beethoven, Händel, Bach oder Strawinsky zeigten die Ballerinen ihr Können und bewiesen teilweise schon bemerkenswertes Talent, zumal einige von ihnen gleich mehrere Rollen innehatten. Die Feuervogel-Mädchen etwa standen alle auf Spitzenschuhen - das ist das erklärte Ziel einer jeden echten Ballerina. Dass die Kleinsten auch mal nach Mama im Publikum suchten oder falsch herum liefen, gab dem Gesamtbild seine Authentizität.

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von Dorothea Wagener

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