Treffpunkt Bratwurstgrill

Klatsch und Tratsch zur Bratwurst

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Fackiner BRatwurst Frankenberg

Frankenberg - Statt selber kochen schnell eine Bratwurst nach dem Samstagseinkauf: In der Bottendorfer Straße hat die Metzgerei Fackiner einen Würstchenstand etabliert. Seit sechs Jahren versorgt Horst Michael Spors seine Kunden dort mit frischer Wurst und kurzweiliger Unterhaltung.

„Ein Sieg gegen Augsburg wäre wichtig“, sagt Horst Michael Spors während er die Bratwurst auf dem Grill dreht. „Die Bayern könnten ruhig mal wieder eins auf die Nase kriegen“, gibt ein junger Mann zurück, der auf der anderen Seite des Grills steht und wartet. Beide lachen über die typische Diskussion zwischen Fußball-Fans an einem Samstagmorgen. Sie führen sie jeden Samstag.

Die Metzgerei Fackiner hat eine Filiale in der Bottendorfer Straße. Dort steht Horst Michael Spors seit sechs Jahren jeden Samstag vor der Metzgerei auf dem Parkplatz und verkauft Bratwurst. Und die würzigen Groben sind ein echter Renner: Um die Mittagszeit bilden sich schon lange Schlangen vor dem Grill. Kunden des Supermarkts oder der Bäckerei bleiben nach ihrem Einkauf stehen und essen eine schnelle Wurst auf die Hand.

Manch einer kommt sogar extra wegen der Bratwurst in die Bottendorfer Straße. „Wenn ich samstags in Frankenberg bin, dann gehört die Bratwurst dazu“, sagt Bottendorfs Wehrführer Stefan Schäfer, während er auf sein Mittagessen wartet. Daneben stehen zwei Mitarbeiter eines Marktes aus dem nördlichen Gewerbegebiet: Sie verbringen jede Woche ihre Mittagspause bei Spors. Und bekommen sogar eine Extrawurst gebraten - in dem Fall sind die Extrawürste Rindersteaks.

Ein weiterer Kunde hat eine Großbestellung: Gleich sechs Würstchen. Die lässt er sich einpacken. Das Mittagessen für die ganze Familie ist damit auch abgehakt. „Das machen viele so“, erklärt der Inhaber der Metzgerei Michael Fackiner. Er wurde total überrascht von dem Erfolg seines Angebots. Eigentlich war es nur eine Werbeaktion, die laut Fackiner so erfolgreich wurde, dass er noch sechs Jahre später an der Idee festhält. Günstiges, frisches Essen wollte er anbieten, so der damalige Plan. „Ich dachte wenn die Menschen die Wurst probieren und sie ihnen schmeckt, dann kaufen sie auch gleich in der Metzgerei ein.“

„Ich kenne meine Kunden“, sagt Spors, während er wieder einen Schwung voller roher Wurst auf seinen Grill nachlädt. „Wenn einer mal einige Wochen nicht kommt, dann mache ich mir schon Gedanken.“ Denn viele Kunden veranstalten schon eine Art Stammtisch mit Bratwurst. Im Sommer sitzen sie laut Spors an Bierzeltgarnituren, essen gemeinsam und tauschen den neuesten Klatsch aus. Da dauert so ein Besuch am Würstchengrill schon mal ganz schnell zwei Stunden.

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