Junges Unternehmen in Bottendorf entwirft Miniatur-Häuser für Modellbahnen

Kleine Welt ganz aus Holz

Bottendorf. Der gemütliche Bahnhof Rueun der Rhätischen Bahn wartet mit roten Fensterläden täglich auf den Glacier-Express, die Station Hennan von 1880 aus dem Hälsingland steht heute im schwedischen Eisenbahnmuseum von Gävle. Ob Schweiz, Schweden oder Tirol: Als Modelle werden diese traditionsreichen Gebäude täglich in der Bottendorfer Birkenstraße mit feinem Laserstrahl hergestellt und an Eisenbahn-Bastler in der ganzen Welt ausgeliefert.

„Modellbahner legen Wert auf Produkte, die über Jahrzehnte Bestand haben und sich durch große Detailgenauigkeit auszeichnen“, hat Thomas Schmidt festgestellt. Der Werbegrafiker aus Bottendorf gründete gemeinsam mit dem Bad Hersfelder Modellkonstrukteur Christian Bauer vor drei Jahren die Firma „moba-Art“, die sich ganz dem Werkstoff Holz verschrieben hat und deshalb besonders gern auf Holzbauten aus der Wirklichkeit zurückgreift.

Mit Technik von heute

Grundgedanke war es, wieder Produkte wie früher aus Holz zu fertigen – mit moderner Technik von heute. Hierdurch entstehen auch durch ungeübte Bastler vorbildgetreue Modelle.

Die kleinen Miniatur-Gebäude sind aus hochwertigem Flugzeugsperrholz, das in seiner natürlichen Verfärbung schon im Rohzustand sehr realitätsnah wirkt oder auch vom Bastler im gewünschten Farbton mit Schattierungen oder Verwitterungen entsprechend gestrichen werden kann“, hebt der Werbegrafiker hervor.

Wenn demnächst der neue Katalog erscheint, kann das junge Unternehmen bereits eine Vielzahl von vorbildgetreuen Häuschen für Modellbahnen der Spuren HO (Maßstab 1:87), TT (1:120), N (1:160) oder auch für die Großspuren 0 (Maßstab 1:43) und 1 (Maßstab 1:32) liefern, daneben auch Kleinzubehör wie Zäune, Garagen, Gartenmöbel und vieles mehr. Im Hause von Thomas Schmidt steht nicht nur das große CO2-Laserschneidegerät, sondern hier erfolgen auch Entwicklung, Konstruktion, Vermarktung und Versand.

Zu den Kunden von moba-Art gehören mittlerweile Modellbahnfachhändler in Deutschland, Europa und Übersee, aber auch das Endkundengeschäft über den Internetshop erfolgt weltweit. „Die Schweizer sind ein dankbares Modellbahnpublikum“, hat der Bottendorfer Unternehmer Schmidt festgestellt. Deshalb habe man auch verstärkt alpenländische Bahn- und Wohngebäude als Miniaturen nachgebaut – darunter ein Chalet aus dem Berner Oberland.

Anfragen aus Asien

Auch aus Asien gebe es mittlerweile Anfragen. „Noch gibt es keinen Grund zur Euphorie. Aber insgesamt nimmt die Nachfrage zu, vor allem durch Kunden, die Holz mögen“, bilanziert der Modell-Produzent. Entsprechend mehrsprachig müssen die Bauanleitungen sein.  SEITE  2

Von Karl-Hermann Völker

Quelle: HNA

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