In Somplar gibt es noch zwei traditionelle Kneipen: Zur Post und Jägerhof

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Verbringen viele lustige Abende: Wirtin Margret Vaupel (Zweite von rechts) mit ihrem Lebensgefährten (rechts) und einigen Stammgästen im Jägerhof, der „Spatzen-Kneipe“ in Somplar.

Somplar. Seit etwa 200 Jahren ist sie Bestandteil des Orts: Die Kneipe „Gasthof Zur Post“ im 467-Seelen-Dorf Somplar. Drei Häuser weiter steht seit etwa ebenso langer Zeit die Kneipe „Jägerhof“.

Konkurrenz gebe es zwischen den beiden Wirtinnen nicht, erklärt Christa Lange. Die 73-Jährige ist Wirtin in der „Post“, ihre 76-jährige Schwägerin Margret Vaupel betreibt den „Jägerhof“. Beide Kneipen sind seit mehreren Generationen in Familienbesitz.

Ihrem Urgoßvater habe der „Jägerhof“ bereits im 19. Jahrhundert gehört, erinnert sich Vaupel. Es ist eine richtig urige Atmosphäre, die im Kneipenraum herrscht. Eine Kerze und Blumen stehen auf dem Zapfhahn. An der Wand hängen Bilder von der Wirtin und ihren Gästen, und ein Vereinsemblem der Somplarer Feuerwehr. „Das ist hier das Vereinslokal der Feuerwehr“, erklärt Vaupel. Auch der Fischereiverein Nuhnetal und eine Thekenmannschaft aus Hallenberg nutzen den „Jägerhof“ regelmäßig als Treffpunkt. In der „Post“ trifft sich der Rommee-Verein jeden Montag, der Skat-Verein jeden Dienstag.

Landfrauen, Jagdverein und Gesangverein kommen immer im Wechsel im „Jägerhof“ und in der „Post“ zusammen. Außerdem haben beide Kneipen einige Stammgäste aus Somplar, Hallenberg und Bromskirchen. Das liegt wohl auch daran, dass es in Hallenberg heute keine richtige Kneipe mehr gibt – nur noch drei Hotels, die ein eher gehobenes Angebot haben.

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Von Marc Hörcher

Quelle: HNA

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