Louisendorf rüstet sich für die 325-Jahr-Feier

Ein kleines Dorf feiert ein großes Fest

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Frankenau-Louisendorf - Die ehemalige Hugenottenkolonie Louisendorf wird in diesem Jahr 325 Jahre alt. Am ersten Wochenende im August begehen die Louisendorfer dieses Jubiläum mit ihren Freunden, Nachbarn, den Vertretern aus den Frankenauer Partnerstädten und vor allem mit anderen Nachkommen der Hugenotten.

Es sind nur noch wenige Wochen: Von Donnerstag, 2. August, bis Sonntag, 4. August, findet in Louisendorf das große Festwochenende im Jubiläumsjahr statt. Das Programm steht längst, nun geht es um Detailfragen, konkrete Absprachen - und nicht zuletzt um die Hoffnung auf gutes Wetter.

Das Festwochenende beginnt mit einem Programmpunkt, der ganz besonders an die Glaubensflüchtlinge erinnert, die vor 325 Jahren dort eine neue Heimat fanden: Gemeinsam mit Vertretern des Partnerschaftsvereins und den Gästen aus Die, Wirksworth und einigen Hugenotten-Orten fahren die Louisendorfer nach Frankenberg. Dort findet ein Gottesdienst statt, anschließend wandern die Teilnehmer auf dem alten Kirchweg über die Franzosentrift und durch das Geismarer Feld auf dem ausgewiesenen Hugenotten- und Waldenserpfad zurück.

Die Vorfahren aus Frankreich stehen auch am Freitag im Mittelpunkt: Bei einem historischen Abend mit Gerhard Badouin aus Schwabendorf geht es um die hugenottische Geschichte. Danach findet der offizielle Festakt zum Jubiläum statt, der mit einem gemütlichen Beisammensein ausklingt. Am Samstag geht es fröhlich zu: Zunächst finden in Frankenau Fußballturniere mit Beteiligung von Teams aus den Partnerstädten statt. Abends bringt die Band „Donau-Power“ Stimmung ins Festzelt.

Höhepunkt soll der Stehende Festzug am Sonntag werden. Mehr als 50 Stände sind geplant. Das kulinarische Angebot reicht von Fisch über Honig bis hin zu Dämpfkartoffeln. Das Museum aus Geismar stellt dar, wie aus Flachs Leinen wird, Hessen-Forst präsentiert sich ebenso wie alte Handwerkskünste. Es gibt eine Quilt-Ausstellung, das Technische Hilfswerk lädt zum Kistenstapeln ein und ein historisches Karussell sorgt für besondere Atmosphäre.

Auf einer Aktionsbühne spielt die Blaskapelle aus Löhlbach unter anderem französische Melodien. Weiterhin sorgen der Männergesangverein und ein Zauberer für Unterhaltung der Festgäste. Ein Motorsägenkünstler fertigt ein Hugenottenkreuz an. In der Kirche ist eine Bilderschau mit historischen Fotos zu sehen. (apa)

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