Landkreis organisiert Fortbildung für Erzieherinnen zur Betreuung von Zweijährigen

Was Kleinkinder brauchen

Fachtagung: Gesundheitsdezernent Peter Niederstraßer und Beate Hecker vom Fachdienst Jugend ( links) begrüßen die Privatdozentin Dr. Gabriele Haug-Schnabel als Referentin auf einem Treffen in Frankenau, zu der fast 300 Erzieherinnen aus dem gesamten Landkreis gekommen sind.“ Foto: Battefeld

Frankenau. Mehr als 280 Erzieherinnen, Fachkräfte, Fachberaterinnen und Studierende nahmen an einer vom Landkreis Waldeck-Frankenberg angebotenen Fachtagung in der Kellerwaldhalle in Frankenau teil. Thema war die Frage, wie Kleinstkindern in Krippen und in altersübergreifenden Gruppen in Kindergärten qualitativ gut betreut werden.

Unter dem Motto „Die Zweijährigen sind da!“ zeigte Privatdozentin Dr. Gabriele Haug-Schnabel Besonderheiten auf, die bei der Betreuung der Jüngsten zu beachten sind und gab Tipps und Anregungen für die praktische Arbeit.

„Aktueller hätte die Themenwahl kaum sein können, denn auch bei uns in Waldeck-Frankenberg besuchen immer jüngere Kinder die entsprechenden Tageseinrichtungen oder werden in Tagespflege gegeben. Die Zweijährigen sind in unseren Kindergärten also schon fast die Regel“, sagte Gesundheits-Dezernent Peter Niederstraßer bei der Eröffnung. Da viele Eltern und auch Erzieherinnen verunsichert seien, ob dies das Beste für ein unter dreijähriges Kind ist, sei es besonders wichtig, dass die Betreuung den Entwicklungsbedürfnissen der Kinder in dieser „besonders verletzlichen“ Altersgruppe gerecht werde und fachlichen Mindestanforderungen genüge. „Es hängt selbstverständlich entscheidend von der pädagogischen Qualität ab, inwieweit die Ausweitung des Platzangebotes für unter Dreijährige den Kindern auch wirklich zugute kommt“, betonte der Erste Kreisbeigeordnete.

Auch Beate Hecker vom Fachdienst Jugend verwies auf die Wichtigkeit des Themas: „Die Betreuung der kleinen Kinder stellt eine große Herausforderung für uns alle dar“, sagte sie. Mit dem staatlichen Ausbau und der Propagierung eines frühen Kindergartenbesuchs übernehme die Gesellschaft eine hohe Verantwortung. „Wir alle müssen umdenken und umlernen“, betonte Hecker.

Von Susanna Battefeld

Quelle: HNA

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