Klimaschutz: Kommunen im Oberen Edertal wollen Manager einstellen

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Uwe Ermisch

Allendorf/Hatzfeld. In einer gemeinsamen Sitzung haben Kommunalpolitiker der vier Kommunen des Oberen Edertals (Allendorf, Battenberg, Hatzfeld und Bromskirchen) vor wenigen Wochen ein Klimaschutzkonzept verabschiedet.

Bei den Beschlüssen auf dem Papier soll es nicht bleiben. Für die praktische Umsetzung soll, auf drei Jahre befristet, ein „Klimaschutzmanager“ eingestellt werden. „Das wäre sehr sinnvoll und würde nicht unerheblich gefördert“, sagte Allendorfs Bürgermeister Claus Junghenn im Haupt- und Finanzausschuss.

Ein solcher Klimaschutzmanager solle die Einwohner aller vier Kommunen betreuen und sich in Förder- und Kreditprogrammen auskennen. Der Gebäuderenovierung komme dabei besonderer Stellenwert zu, sagte Junghenn. Die Kosten für drei Jahre bezifferte er auf 172 000 Euro, davon würden gut 112 000 Euro über Zuschüsse abgedeckt. Für Allendorf, Battenberg, Hatzfeld und Bromskirchen blieben danach 60 000 Euro Eigenanteil übrig – pro Stadt/Gemeinde also 15 000 Euro für drei Jahre.

Die Mitglieder des Allendorfer Haupt- und Finanzausschusses haben sich einstimmig für die Einstellung eines solchen Klimaschutzmanagers ausgesprochen.

Ermisch: „Solidarität zeigen“

Im Hatzfelder Parlament war die Bürgerliste der Kernstadt zwar dagegen, die übrigen Stadtverordneten stimmten aber zu, dass sich die Stadt mit 15 000 Euro an der neuen Stelle des Klimaschutzbeauftragten beteiligt. „Das können nicht Ehrenamtliche nebenher machen“, sagte Eckard Zissel (BL Holzhausen).

Bernd Nowak (BL Hatzfeld) hatte mit Blick auf die Haushaltslage der Stadt gesagt, man brauche nicht für alles einen Manager. Dem widersprach Bürgermeister Uwe Ermisch: „Das Klimaschutzkonzept ist von allen vier Parlamenten beschlossen worden. Wir können jetzt nicht sagen: Ätsch, jetzt wollen wir nicht mehr, es kostet Geld. Wir müssen Solidarität zeigen.“ (off/jpa)

Quelle: HNA

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