E.ON Mitte gründet gemeinnützige Gesellschaft – Gemeinde Allendorf ist dabei

Klimaschutz für die Region

Allendorf-Eder/Dillenburg. Eine gemeinnützige Gesellschaft zur Förderung des Klimaschutzes haben interessierte Städte und Gemeinden und die E.ON Mitte AG gegründet: Unter Federführung der Kommunen soll die so genannte EAM gGmbH („Energieeffizienz Aktiv Mitgestalten) Projekte unterstützen, die für einen wirksamen Klimaschutz in den Städten und Gemeinden der Region sorgen. Insbesondere geht es um Projekte, die die Energieeffizienz steigern, natürliche Ressourcen  schonen oder den Ausstoß von Kohlendioxid verringern.

Gründungsversammlung

In Dillenburg-Oberscheld trafen sich am Mittwoch die Bürgermeister von Allendorf-Eder, Angelburg, Breitscheid, Dietzhölztal, Erlensee, Eschenburg, Hohenahr, Neuberg, Rodenbach und Siegbach zu einer Gründungsveranstaltung. Diese Kommunen sind die ersten Gesellschafter der neuen EAM in den Landkreisen Lahn-Dill, Main-Kinzig und Marburg-Biedenkopf.

„Wir haben eine Schlüsselrolle“, sagte Armin Frink, Bürgermeister von Hohenahr. „Gemeinsam mit den anderen Städten und Gemeinden können wir notwendige Klimaschutzprojekte vorantreiben und nachhaltig fördern. Davon profitiert langfristig die gesamte Region.“

„Die Kommunen haben eine Vorbildfunktion, um die von der Politik bis zum Jahr 2020 vorgegebenen Klimaschutzziele in Deutschland zu erreichen“, sagte E.ON-Mitte-Vorstandsvorsitzender Henrich Wilckens. „Die EAM wird einen wichtigen Beitrag zu dieser Zukunftsaufgabe leisten und Bürger, Gewerbetreibende, Vereine, Institutionen und die Kommunen selbst bei der Umsetzung konkreter Projekte fachlich und finanziell fördern.“

Laut Wilckens haben die beteiligten Kommunen von Anfang an ein Mehrheitsstimmrecht von 84 Prozent in der gemeinnützigen EAM. Somit entscheiden die kommunalen Gesellschafter allein über die Verwendung des Fördergeldes. Um diesen Prozess zu vereinfachen, werden drei Regionalausschüsse gebildet, in denen jeweils die Kommunen einer Region vertreten sind.

„Die Kommunen haben eine Vorbildfunktion, um die von der Politik bis 2020 vorgegebenen Klimaschutzziele zu erreichen.“

Henrich Wilckens, E.ON

Planen Bürger, Gewerbetreibende, Vereine, Institutionen oder die Kommune ein bestimmtes Projekt zum Klimaschutz, beispielsweise die Einrichtung eines CO2-neutralen Rathauses oder den Einsatz von Mini-Blockheizkraftwerken in Privathaushalten, wird ein Förderantrag an den zuständigen Regionalausschuss gestellt. Dieser prüft den Antrag und erteilt gegebenenfalls eine Förderzusage für das Projekt.

Die Höhe der zur Verfügung stehenden Summe jedes Regionalausschusses richtet sich dabei nach Größe der Region und Anzahl der beteiligten Kommunen. (nh/jpa)

Quelle: HNA

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