Burgwalder Bürgermeister rechnet nicht mit Herausforderer

Koch hofft auf mindestens 70 Prozent der Stimmen

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Burgwald - Noch bis Donnerstagabend haben Interessenten die Chance, sich um das Amt des Bürgermeisters in Burgwald zu bewerben. Allerdings sieht es derzeit nicht so aus, als bekäme Amtsinhaber Lothar Koch Konkurrenz: Bisher hat niemand die Wahlunterlagen abgeholt.

Der Bürgermeister stellt sich am 30. November zum ersten Mal zur Wiederwahl. Die ie Aussicht, dies ohne Gegenkandidat zu tun, hat aus Sicht des 47-Jährigen Vor- und Nachteile: Zwei Kandidaten würden aus seiner Sicht für eine höhere Wahlbeteiligung sorgen. Sich nicht gegen einen anderen Bewerber behaupten zu müssen, nehme allerdings die Spannung heraus.

Lothar Koch hat eine breite Unterstützung aus den politischen Gremien: Alle Fraktionen bis auf die FWG, die Wählergemeinschaft Bottendorf und die FDP haben ihre Unterstützung bereits offiziell zugesagt - wobei die beiden erstgenannten diese ebenfalls signalisiert haben. Mit einem Gegenkandidaten aus den politischen Reihen rechnet Koch deshalb nicht. Und ein eigenständiger Kandidat müsste sich jetzt beeilen, denn er müsste die Wahlunterlagen nicht nur abholen, sondern in drei Tagen auch ausreichend Unterschriften von Unterstützern sammeln.

Einen Wahlkampf im klassischen Sinn hat Lothar Koch nicht vor. „Den habe ich in den letzten sechs Jahren gemacht, indem ich auf die Veranstaltungen gegangen bin“, sagt er. Ab dem 17. Oktober will er jeden Freitagabend in einem anderen Ortsteil zu einem Informationsabend einladen. Dann wird er auf seine Wahlversprechen vor sechs Jahren zurückschauen und Bilanz ziehen - auch ganz speziell auf die jeweiligen Ortsteile bezogen.

Lothar Koch war 2009 mit 77,2 Prozent der Stimmen gewählt worden - seinen Gegenkandidaten Volker Heß (SPD) hatte der unabhängige Kandidat damals weit hinter sich gelassen. Für die Wahl im November wünscht sich der Bürgermeister eine hohe Beteiligung der Burgwalder: „Das wäre eine Bestätigung für die Arbeit von mir, der Verwaltung und dem Bauhof“. Und natürlich sollen möglichst viele Bürger das „Ja“ neben seinem Namen ankreuzen: „70plus sollten zu schaffen sein“, nennt er einen Prozentsatz.

(Von Andrea Pauly)

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