Köhlertage in Dodenau eröffnet – Lehrpfad zeigt altes Handwerk

Ein Meiler von innen: In diesem Modell bekommen die Besucher einen Einblick in die Arbeit der Köhler – hier präsentiert von Rolf Pasler, einem der acht Hilfsköhler.

Dodenau. Der Kohlenmeiler brennt zwar noch nicht, die Köhlerwochen in Dodenau haben aber bereits begonnen. Am Sonntagmittag wurde das im Oberen Edertal einzigartige Projekt eröffnet.

Am kommenden Samstag wird der große Holzstoß entzündet, um wie früher Holzkohle herzustellen. Schon jetzt kann man sich auf dem Köhlerlehrpfad im Wildgehege über das traditionelle, aber mittlerweile ausgestorbene Handwerk informieren.

Die Dodenauer wollen in den kommenden Wochen aber auch „live“ zeigen, wie ein Kohlenmeiler funktioniert. Dafür haben sie bereits damit begonnen, einen echten Meiler zu errichten. „Das ist eine Spezialistenarbeit, für die man viel Erfahrung braucht“, sagte Manfred Glöser.

Diese Erfahrung haben sie sich mit Otmar Lauth und Jörg Reif geholt, die seit Jahren im Hessenpark im Taunus Kohlenmeiler betreiben. Unterstützt werden sie von acht Hilfsköhlern aus Dodenau.

Glöser erläuterte, dass die Köhler und Hilfsköhler in den drei Wochen nach dem Anzünden am 8. Juni Tag und Nacht am Meiler arbeiten werden, um etwa die Luftzufuhr in dem dann von einem 50 Zentimeter dicken Erdmantel umhüllten Holzstoß zu regeln. „Wir wollen ja Holzkohle bekommen und keine Asche“, sagte Otmar Lauth.

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Von Jörg Paulus

Quelle: HNA

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