Pfingstmarkt in Frankenberg

Wie dem Kölner sein Karneval

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Wenn die Fahrgeschäfte aufgebaut sind und Menschen den Rummel füllen, wird es wieder voll auf der Wehrweide.Archivfoto: Kutsch

Frankenberg - Mit vielen Superlativen und tollen Attraktionen wartet der Pfingstmarkt in Frankenberg in diesem Jahr wieder auf, um Tausende Besucher auf den Festplatz auf der Wehrweide zu locken. Besonders stolz sind die Organisatoren auf den High Energy der die Fahrgäste in 30 Metern Höhe ordentlich durchwirbelt.

„Die Kölner haben ihren Karneval und die Frankenberger haben ihren Pfingstmarkt“ – treffender könnte Organisator Max Wagner das riesige Volksfest nicht beschreiben. „Die Frankenberger sparen auf dieses Fest, sie nehmen extra Urlaub – hier herrscht noch eine richtige Volksfeststimmung.“ Und er 31-Jährige muss es wissen, denn seit seiner Geburt ist er bei den großen und kleineren Märkten dabei gewesen, die seine Großeltern schon organisiert haben.

Den Frankenberger Pfingstmarkt betreut Familie Wagner in diesem Jahr seit 55 Jahren – und für diesen runden Geburtstag haben sie sich einiges ausgedacht: „Das Feuerwerk wird so groß wie nie zuvor“, verspricht Max Wagner.

Er hat nochmal 30 Prozent draufgepackt, aus eigener Tasche. Als Dankeschön für die vielen Besucher und die Stadt Frankenberg. Wenn das Feuerwerk am Freitagabend um 22.30 Uhr den Himmel erleuchtet, soll auch der Wehrweide nur die Notbeleuchtung brennen –und 10000 Knicklichter. „Das wird wieder eine ganz besondere Atmosphäre.“

Besonders freuen Wagner und die Stadt sich auf den „High Energy“: Darin geht es in 30 Metern Höhe richtig rund. „Das ist ein Personen-Ventilator in 3D“, erklärt Wagner. Bürgermeister Rüdiger Heß fügt hinzu, dass dieses Fahrgeschäft jedes Jahr nur an acht ausgewählten Standorten in Deutschland wirbelt. Di Einzelteile liegen bereits auf der Wehrweide, kommen direkt vom Frühlingsfest in München und werden dieses Jahr noch auf den Düsseldorfer Rheinwiesn stehen und auf dem Münchner Oktoberfest.

„Wir hoffen, dass wir mit der Zusammenstellung der Attraktionen wieder den Zeitnerv treffen“, kündigt Wagner an. Abwechslungsreich ist das Angebot jedenfalls: In einer Wildwasserbahn können große und kleine Fahrgäste sich ins Kühle Nass schießen lassen, den „Vodoo-Jumper“ beschreibt Wagner als „Bewegungsmonster“. Jede Fahrt sei anders, hinzu kommen Lichteffekte und kalter Nebel. Für die Mutigen haben wir eine Geisterbahn aus Holland.“ Die hat laut Wagner eine neuartige Streckenführung. Die Fahrgäste sitzen in einer Gondel, hängen dadurch mitten im gruseligen Geschehen.

Neu ist auch der „Chaos Airport“ – „der ist auf jeden Fall lustiger als der Berliner Flughafen“, verspricht der Organisator. In dem Familiengeschäft gibt es etwa ein Spiegellabyrinth, einen Kletterturm und Schreckeffekte mit Druckluft.

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